Fastenaktion der MRU 2013

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Eine Schule für Kinder in Falakungmado in Ghana

 

Einen ganzen Vormittag stand die Missionsarbeit in Ghana an unserer Schule im Mittelpunkt. Unter der Organisation von Lehrer Bernhard Janker, Vorsitzender der Fachschaft Kath. Religionslehre, konnten mehr als 700 Schülerinnen in 26 Klassen sowie ein Großteil der 50 Lehrkräfte innerhalb von drei Vorträgen in der Schulaula über das Projekt informiert werden. Als Referentin war Irmgard Hilmer gekommen, die Dekan Josef Renner aus Kollnburg drei Wochen lang auf einer Missionsreise durch den westafrikanischen Staat begleitet hat. Renner verbrachte  15 Jahre seines Lebens als „Missionar aus Leidenschaft" in Ghana, in Chamba, das mittlerweile zur Kleinstadt angewachsen ist,  um eine Missionsstation aufzubauen. Unter anderem hat er Kirchen, Kindergärten und Schulen gebaut, eine Krankenversorgung mit Krankenhaus, Entbindungsheim und Vorsorgestation  etabliert und verschiedenste Entwicklungshilfeprojekte durchgeführt. Gesundheitsbedingt musste er nach Deutschland zurück, aber die „Sankt-Josephs-Projekte" werden weiterhin von ihm begleitet und die Spendengelder aus der Region zielgerichtet eingesetzt sowie überwacht.

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Mit eindrucksvollen Bildern zeigte Frau Hilmer das Leben der dortigen Bevölkerung, vor allem auch der Kinder. „Diese Kinder sind hungrig nach Bildung" erklärte sie den aufmerksam lauschenden Schülerinnen. Die Schulgebäude und die Ausstattung können natürlich keineswegs mit deutschen Schulen verglichen werden. Betroffen zeigten sich die Schülerinnen von der äußerst spärlichen Ausstattung der Schulen, in denen oft nicht einmal Hefte, Stifte und Bücher zur Verfügung stehen, sondern nur eine alte Tafel oder Zeichnungen an der Wand Hilfestellung beim Erlernen des Unterrichtsstoffes geben. Falakungmado heißt die kleine Ortschaft mitten im ghanaischen Busch, die sich den Besuch der deutschen Gäste besonders gewünscht hatte. „Die Buschtrommeln funktionieren sehr gut" erklärte Irmgard Hilmer den Schülerinnen, als sie von diesem Dorf erzählte.

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Mit ihnen seien erstmals Weiße dorthin gekommen um sich die dringende Bitte für den Bau einer katholischen Schule anzuhören. Die Eltern in diesem Dorf haben bisher vorbildlich zur Eigeninitiative gegriffen, eine ganz einfache Schule aus Lehm und Strohmatten gebaut und einen Hilfslehrer engagiert. Sie haben erkannt, dass nur Kinder mit einer gewissen Bildung eine Chance für das weitere Leben haben. Durch die tatkräftige Aufbauarbeit von Dekan Renner wurde hier bereits sehr viel geleistet.  Und deshalb wandten sich die Dorfbewohner von Falakungmado auch an ihn um finanzielle Unterstützung.

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Sie versprachen nach besten Kräften beim Bau der neuen Schule mitzuhelfen. Die Fastenaktion an der Mädchenrealschule der Ursulinenschulstiftung wird hier für die Beschaffung der Baumaterialien einen hervorragenden Grundstock bilden. Daher bekamen am Ende des Vortrages die Klassensprecherinnen einer jeden Klasse und auch die Lehrer eine Sammeldose, um anschließend in den Klassen für die Aktion zu sammeln. „Wenn jede nur einen Euro gibt, haben wir schon über 700 €", meinte Herr Janker. Doch was sich innerhalb von nur zwei Tagen in den Dosen befand, übertraf seine Erwartungen bei Weitem: Genau 1883,92 € hatten die Schülerinnen und Lehrkräfte gespendet. Ein großartiges Ergebnis!

 

Fr. Hilmer und H. Janker

 

 

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