Realschülerinnen im Englisch-Theater-Fieber

White Horse Theatre mit Vampir und Detektiv im Gepäck zu Gast an der MRU

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The Great Detektive Smellsock Fomes (rechts) nimmt die Verdächtige unter die Lupe. Sie soll das Diamantencollier von Lady Swigwell (links) gestohlen, ihren Mann mit einer Säge ermordet und den Butler Speeking (hinten) vergiftet haben.

Mit einem herzhaften „Good Morning", begrüßte Lady Swigwell die Schülerinnen der Mädchenrealschule und des Gymnasiums der Ursulinen-Schulstiftung und lud sie gleichzeitig zu ihrer „Party" auf dem Schloss ein. Doch diese musste zunächst wegen eines mysteriösen Vorfalls warten. Bereits seit Jahren bildet ein Stück des „White Horse Theatres" den Höhepunkt im Rahmen des „Englischunterrichts der anderen Art", wobei den Mädchen die englische Sprache durch Muttersprachler (Lauren Baino, Katherine Fielder, Adam Baylis und Sam Conway) auf originelle und mitreißende Weise näher gebracht wird. Mit „The Great Detective" nahmen die Fünft- und Sechstklässlerinnen hautnah an einer fesselnden „story" teil: Nachdem Lady Swigwells Diamantencollier plötzlich verschwunden war, durchsuchte sie kurzerhand zusammen mit ihrem Butler Speeking das Publikum, denn: Jeder Gast war verdächtig! Miss Marple und das A-Team waren der Lady nicht gut genug, um den Diebstahl und schließlich auch den Mord an ihrem Mann Lord Swigwell aufzuklären. Nur der weltberühmte Detektiv Smellsock Fomes konnte den Fall mit Hilfe des Publikums lösen. Schließlich geriet der Butler ins Kreuzverhör und musste sich bis auf die Unterwäsche seiner Kleider entledigen. Zur Belustigung aller Zuschauer outete er sich so mit seiner T-Shirt-Aufschrift unfreiwillig als „Justin-Bieber-Fan". Trotz der dringenden Aufforderung von Lady Swigwell: „Speeking, speak!", konnte er den Namen des Mörders aufgrund einer Vergiftung nicht mehr nennen und fiel scheinbar tot um. Zum Glück unterstützten die Mädchen mit einem kräftigen „Bang, Boom, Hah!" die Wiederbelebungsmaschine, die dem Butler wieder auf die Beine half. Am Ende spuckte er doch ein paar Hinweise auf den Dieb und Mörder aus, was Smellsock Fomes dazu veranlasste, jemanden „with brown hair, a blue shirt and green trousers" unter den Gästen zu suchen. Entlarvt und von einem Polizisten abgeführt wurde schließlich eine Fünftklässlerin, denn der „Great Detective" konnte ihr eindeutig das Gift, die gestohlene Halskette und sogar die blutige Säge nachweisen. Lady Swigwell und Smellsock Fomes besiegelten musikalisch umrahmt das „happy end" mit einer Hochzeitsparty, zumal bereits so viele Gäste anwesend waren.

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Ein ungewöhnliches Paar: Rick flirtet mit seiner Angebeteten.

Auf lockere und witzige Art und Weise gelang es den Darstellern des „White Horse The-atres", die kids in ihren Bann zu ziehen und sie zum Lachen und Nachdenken zu bringen. Und ganz ohne es zu merken, haben die Realschülerinnen ihr Wissen in der englischen Sprache bereichert. Den Mädchen bot sich im Anschluss an das Stück die Gelegenheit, Fragen an die Schauspieler zu stellen, wie „Do you really love Justin Bieber?" oder „When do you let Anna-Maria free?" – natürlich nur auf Englisch.
Für die älteren Schülerinnen wählte die Englischlehrerin Lydia Steinkirchner-Betzlbacher das Stück „Neighbours with Long Teeth" aus, das eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Richard, dem einzigen Sohn von Mr. und Mrs. Smith, und einer neuen Nachbarin – eine Vampirin namens Phylthia – erzählte. Verbunden mit diversen Vorurteilen, Höhen und Tiefen bot das Drama am Ende mehrere Lösungsmöglichkeiten, wobei das wahre Leben dies nicht zulässt. Im Sinne von „But this isn't real life: it's a play" entschieden sich die Darsteller für einen glücklichen Ausgang und gaben die Botschaft „Vampires are okay" musikalisch weiter.

Für den Inhalt: Nicola Hirschberger

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