Spaß mit nachwachsenden Rohstoffen

 

Studenten kooperieren mit der Mädchenrealschule - Begeisterung beim Basteln

 

 

„Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien" standen für die Fünftklässlerinnen an der Mädchenrealschule der Ursulinenschulstiftung einen Tag lang auf dem Programm. Bereits Mitte Mai waren die Studenten vom Wahlfach des Masterstudiengangs „Nachwachsende Rohstoffe" aus dem Wissenschaftszentrum in diesen Klassen und haben sich und das Wissenschaftszentrum vorgestellt. Außerdem wurde gemeinsam erarbeitet, was nachwachsende Rohstoffe überhaupt sind und was alles dazu zählt. Auch das Thema der erneuerbaren Energien wurde behandelt. Dozent Joseph-Emich Rasch betreut die 21 Studierenden, die das Projekt in Eigenregie umsetzen.

 

„Mich hat wirklich erstaunt, wie viel die Schülerinnen schon wissen", so Hans-Jörg Häller, der die Klasse 5d betreute. Am Projekttag standen nun die unterschiedlichsten Experimente für die Schülerinnen unter der Leitung der Studenten zur Verfügung. Ziel war es, das Thema der erneuerbaren Energien und der nachwachsenden Rohstoffe ins Bewusstsein der Schülerinnen zu rufen.

Stephan Biller, der begleitende Lehrer und Fachschaftsbetreuer Physik an der MRU, wünscht sich, dass die Umwelt für seine Schülerinnen begreifbar wird. „Ich halte das Thema „NaWaRo" für ein ganz wichtiges Zukunftsthema. Die Schülerinnen sollen sich mit der Thematik Energieversorgung der Zukunft rechtzeitig auseinandersetzen." Außerdem erhofft er sich, , dass die Fünftklässlerinnen Freude am Experimentieren entwickeln und ihre Scheu vor technischem Wissen ablegen.

„Ich finde den Gedanken schön, den Schülern mein Studium nahe zu bringen und ihnen verschiedene Möglichkeiten für die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zu erklären. Da ich noch nicht mit Schülern gearbeitet hatte, war ich sehr gespannt auf diese neue Erfahrung", so Veronika Schreieder, die bei den Schülerinnen der 5b zu Gast war. Sechs Stationen mit jeweils einem Thema standen am Projekttag zur Verfügung an der MRU. Die Schülerinnen wurden in Gruppen aufgeteilt und durchliefen den Wissenszirkel, der von den jeweiligen Projektgruppen betreut und vorbereitet wurde.

Da gab es das Thema „Kartoffelstärke". Was Stärke eigentlich ist, wozu man sie braucht und wie man Stärke aus Kartoffeln gewinnt, wurde gemeinsam erarbeitet. „Öl aus Pflanzen" war eine weitere Station. Dass man mit Pflanzenöl nicht nur Salat verfeinern kann, wussten die Schülerinnen bereits.

Wie man eine Öllampe und Ölfarben herstellt, probierten sie am Projekttag selbst aus. Ein umfangreiches Thema war dem „Holz" gewidmet. Die Schülerinnen konnten Hackschnitzel, Pellets und Scheitholz messen, abwiegen und dabei herausfinden, wie hoch die Heizwerte der verschiedenen Brennstoffe sind.

„Windenergie" war ein weiteres Projektthema und hierbei ging es um die Frage, wie uns der Wind bei der Energiewende helfen kann. Relativ bekannt war das Thema „Sonnenenergie" denn viele Schülerinnen kannten Photovoltaikanlagen von den Elternhäusern oder Feldern. Mit dem Experiment, ein Rad mit Sonnenenergie zu bewegen, lernten sie die Funktionsweise von Solarstrom kennen. Ganz lustig und auch nass ging es bei der „Wasserenergie" zu. Hier erarbeiteten die Studenten mit den Schülerinnen, wie man aus Wasser Strom gewinnt, und bauten gemeinsam eine kleine Wasserturbine aus Plastikbechern und Strohhalmen. -ih-

 

Im Bild von links: Dozent Joseph-Emich Rasch, Physiklehrer Stephan Biller, Studentin, Schulleiter Johannes Dieckmann

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Bericht des Straubinger Tagblatts