Es geht nicht um Perfektion, sondern Teamgeist

Schüler der Mädchenrealschule der Ursulinen und Papst-Benedikt-Schule spielten Theater

 

Ein Jahr lang proben hat sich gelohnt: Die Schülerinnen der Klasse 6c der Mädchenrealschule der Ursulinen führten gemeinsam mit Schülern der Klasse 7 der Papst-Benedikt-Schule das Integrativtheater „Die unfreiwilligen Abenteuer des indischen Leoparden Leo. Briefe an meine kranke Freundin Lilly" auf.

 

Ein Schuljahr lang haben beide Klassen im integrativen wöchentlichen Musikunterricht gelernt, getanzt, geprobt und musiziert. Zum fünften Mal fand dieses Integrativtheater statt. „Mal hier, mal drüben", meinte Musiklehrerin Helga Wilberg mit Blick auf die Nachbarschaft der beiden Schulen, deren Freundschaft gewachsen ist. Die Schüler haben das Stück mit Texten, Musik und Bühnenbild selbst erarbeitet. „Bei uns geht es nicht um Perfektion, sondern um Teamgeist, Spaß, Freude und gegenseitigen Respekt", betonte die Musiklehrerin.

 

Inhaltlich stellte Hugo Hammer das Stück vor: Es geht um einen Leoparden, der von Indien aus auf Reisen geht, um seine kranke Freundin Lilly im Krankenhaus in Straubing zu besuchen. Dafür muss er einige Umwege und Strapazen auf sich nehmen. Deshalb schreibt er Lilly fleißig Postkarten und berichtet von seinen Abenteuern. Natürlich ist die Freude groß, als er endlich das St. Elisabeth Krankenhaus erreicht.

 

Auf seiner langen Reise macht Leo Halt in Moskau, begegnet den Wachen der englischen Königin, bereist Frankreich und sogar den Karneval von Venedig. Schließlich aber ging es für Leo rein in das Auto und mit ganz viel Hunger Richtung München, um zum Klinikum nach Straubing zu düsen. Das Kofferauspacken war natürlich ein Höhepunkt und so erzählte Leo seiner Freundin Lilly von seinen vielen Erlebnissen. „Always look on the bright side of live", sangen die 46 Darsteller und Musiker gemeinsam und steckten damit auch das Publikum an. Klaus Welsch, Schulleiter der Papst-Benedikt-Schule, und Johannes Dieckmann, Leiter der Mädchenrealschule, waren sich beide einig: Das integrative Theaterstück war ein voller Erfolg. Viele Helfer hatten gemalt, gebastelt, gesungen, getanzt und gespielt. Erstaunlich, wie viele verschiedene Sprachen in der Krankenhausgeschichte eingebaut waren und wie schön sich die Puzzlesteine der integrativen Band, der Filmmusikgruppe,  des Kulissenbildteams,    der   Paradegruppe und der Tanzgruppe ineinander zusammenfügten. Die beiden Klassen mit den Regieführern Hugo Hammer und Helga Wilberg haben dabei Integration und Inklusion in die Tat umgesetzt.        -ih-

Bericht aus dem Straubinger Tagblatt

 

wz13-06-20