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Bleibt auf dem alten Weg …

Getreu dem Spruch der Hl. Angela blieb am letzten Freitag auch die Schulfamilie der MRU auf dem alten Weg: wie jeden Tag gingen die Mädchen und auch die Lehrkräfte auf ihrem alten Weg zur Schule, kamen mit dem gleichen Bus wie am Tag zu vor dort an oder parkten ihr Auto am angestammten Platz. Wer jedoch genauer hinsah, bemerkte, dass doch etwas anders war. Statt der großen Schultaschen hatten viele Schülerinnen nur kleine Handtaschen dabei und die Lehrkräfte trugen Plakate, Bastelutensilien, Papierkronen und sogar Pappschwerter in die Schule.

... und lebt ein neues Leben.

Tatsächlich! Das Schulleben am vergangenen Freitag war ein anderes, ein neues Leben. Denn Mathematik, Englisch und Deutsch wurden von einem bunten Sonderprogramm ersetzt, das Fr. Riccadona, Fr. Eidenschink und Hr. Überschär zusammen mit Hr. Strohmeier und dem Kollegium zusammengestellt hatten.

So luden in der Pausenhalle Fr. Lederer- Hensel und Hr. Zankl zum ökumenischen Wortgottesdienst ein. Was ist uns wertvoll und wie gehen wir mit einander um? Diese und noch viele andere Fragen standen im Zentrum der Besinnung.

Ebenso bunt war das Programm der Klassenleiterstunden. Es wurde gebastelt, getextet, Standbilder kreiert, gesungen und getanzt. Sr. Ursula, Sr. Daniela und Sr. Angela ermöglichten einigen Klassen sogar einen ganz besonderen (Ein)Blick und führten die Schülerinnen zu den Orte im Kloster, die im Leben einer Ursuline eine wichtige Rolle spielen – angefangen beim Bethaus bis hin zur letzten Ruhestätte in der Gruft.

Musikalisch bunt ging es auch in der Turnhalle weiter mit dem Erzählkonzert „Jazzkäppi" der Musiker Helmut Nieberle, Franziska Forster, Stephan Holstein und Wolfgang Kriener. Auch der kleine Max in der Geschichte „blieb auf dem alten Weg" – er spielte weiter leidenschaftlich Klarinette – und lebte doch „ein neues Leben", denn ... eines Tages begegnet er dem alten Herrn Gutmann, dem King of Swing, und hört plötzlich von einer Jazzklarinette ganz andere, neue Töne. „So möchte ich auch spielen können!" Und obwohl er keine Noten hatte, wie er es von Mozart gewöhnt war, öffnete ihm auf wundervolle Weise das Käppi, das sonst immer Hr. Gutmann trug, die Tür zu einer neuen Welt voller ungewohnt schräger, ein wenig verrückter Töne, die doch rhythmisch verbunden waren.

Doch warum war dieser Freitag so anders, als die Freitage zuvor?

 Nun, es war eben Ursulafest – ein „Feiertag", den es nur an der MRU in Straubing gibt... zwar schon seit vielen, vielen Jahren, aber doch immer wieder neu!

Bleibt auf dem ALTEN WEG und lebt ein NEUES LEBEN.

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Fotos: Franziska Petsch (9a), Magdalena Radomski (10d), Nicola Hirschberger, Johannes Geser;