Fünf Stunden Mathe? - „Traumhaft"

Ganz viel Spaß hatte Isabella Landstorfer (Dritte von links)von der Mädchenrealschule der Ursulinenschulstiftung an der Juniorakademie Bayern.

Realschülerin besuchte Juniorakademie des Fraunhofer-Instituts

 

Freiwillig in den Ferien zur Schule gehen und Mathe pauken? Für Isabella Landstorfer war das „einfach super". Die Schülerin der Mädchenrealschule der Ursulinen besuchte zwei Wochen lang die Juniorakademie Bayern unter der Trägerschaft des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS). Freude herrschte an der ganzen Schule darüber, dass sie überhaupt eingeladen wurde, denn nur 40 Schüler aus der Mittelstufe aller bayerischen Realschulen und Gymnasien dürfen an der Juniorakademie teilnehmen.

 

Isabella Landstorfer war eine von nur drei Realschülerinnen, die als vielseitig interessierte und engagierte Jugendliche ausgewählt wurden. Schulleiter Johannes Dieckmann hatte sie dafür empfohlen. Zum ersten Mal durfte so eine Schülerin der Mädchenrealschule der Ursulinen an der Juniorakademie teilnehmen.

Vom 4. bis 17. August war Isabella Landstorfer aus Hunderdorf in Pottenstein im fränkischen Jura auf der Deutschen Juniorakademie für Bayern. Die Juniorakademie ist ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger, interessierter und motivierter Schüler. „Wir sollten dort neue Erfahrungen vermittelt bekommen und gleichzeitig intellektuell und sozial herausgefordert werden", erzählt Isabella.

Sie hatte sich für die Teilnahme am Kurs „Quarten, Quinten und Oktaven - Mathematik zur Musik" unter der Leitung von Professor Jürgen Herre und Esther Fee Feichtner entschieden. „Und das war echt traumhaft", beschreibt Isabella, denn sie lernten täglich fünf Stunden lang Mathematik in der gehobenen Klasse, also Unterrichtsstoff aus der Universität. Da wurde über Logarithmen gesprochen und es gab Experimente mit Laptop und Soundkarte, Mikrofon, Lautsprecher und Musikinstrumenten zur Visualisierung von Tönen und Klängen. „Unser Professor hat vieles sehr spielerisch gemacht und daher leicht verständlich", erzählt die Schülerin. Doch auch an die Grenzen der eigenen Leistungskraft wurden die Jugendlichen bei einem straffen Lernprogramm herangeführt. Gegenstück dazu waren tägliche Sportzeiten, ein „leckeres Essen", aber auch Ausflüge und ein Felsentag am freien Sonntag.

Beim Abschlussabend zeigten die Teilnehmer auf großer Leinwand ihr Erlerntes. „Die Zuschauer waren genauso begeistert wie wir", lacht Isabella und freut sich über Zeugnis und Zertifikat sowie viele neue Freundschaften.

„Ich würde sehr gerne wieder hinfahren", resümiert Isabella Landstorfer, die mit Miriam Ruhstorfer aus Leiblfing vom Ursulinengymnasium eine weitere Landkreisbürgerin auf der Juniorakademie zur Seite hatte. . –ih–

 

Bericht und Bild aus dem Straubinger Tagblatt

 

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