Eigenwillige Kreuze - Kunst in 10c

Im Rahmen des kath. Religionsunterrichts haben sich die Schülerinnen aus der 10c mit dem Thema "Jesus Christus - neu entdecken" auseinandergesetzt. Im kreativen Teil des Themenblocks sind diese interessanten und bemerkenswerte Werke entstanden:

Das Kreuz als Baum

Beschreibung und Deutung:
Das Kreuz besteht einerseits aus Schnörkeln bzw. den Ranken des Baumes und andererseits aus Feuerzungen und den Blättern des Lebens mit den Farben Blau (Wasser), Grün (Gras, Natur, etc.), die das Leben symbolisieren sollen, also repräsentieren, dass es nach dem Tod noch weiter geht. Die Feuerzungen stellen die Dreifaltigkeit Jesu dar und bedeuten unserer Zeichnung nach für uns, dass Jesus für die Menschheit durch die Hölle gehen musste, um uns von dem Bösen zu erlösen. Dadurch dass der Baum nach oben hin verblasst und auf der Spitze eingeht wird erkenntlich, dass Schmerz vergänglich ist. Das heißt, dass immer eine gute Zeit nach einer schlechten Zeit folgt. (Bsp.: Nach Tod ? Auferstehung). Durch das Unendlichkeitszeichen am Fuße des Baumes wird ersichtlich, dass Jesus immer noch unter uns ist, zwar nicht in menschlicher Form, aber er ist da. Er ist mit uns verwurzelt. Zuletzt wächst eine Lotusblüte an dem Baumstamm und vereinigt ihn mit den Feuerzungen und Blättern des Lebens. Sie blüht auf und zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Die Lotusblüte öffnet sich nur nachts, ganz behutsam und verwandelt sich von einer unscheinbaren Blüte zum Hingucker des Teichs. Gewisse Parallelen wären hier somit auch bei Jesus zu finden. Jesus stirbt für uns am Kreuz, steht wieder auf und steigt in den Himmel auf, wo er zur Rechten Gottes sitzt. Er durchlebt sozusagen auch eine Wandlung, eine Veränderung.

Sophia Murr und Carina Köpp

„Crossing Fingers"

Beschreibung:

Unser Bild besteht allgemein aus der linken und rechten Hand, deren Zeigerfinger jeweils gerade ausgestreckt ist. Die beiden Finger „kreuzen" sich. Die linke Hand macht das Taucherzeichen „OK" und die rechte eine Faust. Es ist schwarzweiß gehalten, um den Fokus auf die Zeichnung und deren Konturen zu lenken, vor allem um die Bedeutung hervorzuheben und nicht etwa durch Farben oder Muster abzulenken.
Das eine Bild ist provokant und eine „Skizze" und das zweite ist neutral gehalten mit klaren Formen und Linien.

Zur Deutung:

Wir haben unsere Hände und Finger immer mit dabei und setzen sie im Alltag für die verschiedensten Dinge ein, wie z.B. in der Schule für's schreiben. In unserem alltäglichen Handeln und Leben soll sich der Glaube widerspiegeln.
Alle Menschen haben unterschiedliche Hände. Der Fingerabdruck oder die Lebenslinien auf der Innenseite sind bei allen anders. Jeder hat eine andere Vorstellung von Glauben und gestaltet ihn anders. Die Form ist individuell so wie bei unseren Händen. Aber es gibt Gemeinsamkeiten, z.B. das Glaubensbekenntnis, und man „trifft" sich wie die beiden Balken des Kreuzes (? hier die Finger).
Jeder hat seinen Glauben in der eigenen Hand.

Selina Steinberger & Anna Krieger

Jesus verleiht Flügel

Unser kreuz trägt den Titel "Jesus verleiht Flügel". Wir dachten dabei an den Werbeslogan von Red Bull und interpretierten daraus einfach etwas Neues. Warum nicht aus Jesus Energie schöpfen und wach und munter werden? Ihn als Mittel gegen Antriebslosigkeit oder schlechte Laune verwenden. Außerdem können die Flügel noch eine andere Bedeutung haben, nämlich nach dem Tod zu Jesus zu fliegen, mit den Flügeln die wir durch unser Leben auf der Erde und durch den Glauben an Gott bekommen haben. Jesus beflügelt uns. So im Leben und auch wenn wir sterben. Ein weiterer Slogan ist von "mezzomix" : "Cola küsst Orange". Wir wandelten es um in "Himmel küsst Erde". Unser Gedanke dabei war eine Barriere zwischen Himmel und Erde zu spüren. Jesus nah zu sein und ihn bei unseren Handlungen und vielen Lebenslagen an unserer Seite zu spüren. Jesus verleiht Flügel ...
Anja Döbler
Julia Raab
Corinna Seebauer

 

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben."

Beschreibung:
Das Bild stellt einen Weinstock dar, der Früchte, also die Reben trägt.
Jesus sagte: "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben." Dies wollen wir mit diesem Bild zeigen. Das Kreuz steht auf einer grünen Wiese. Unter der Wiese in der Erde steckt ein kleines Samenkorn, aus dem Wurzeln sprießen und zu einem Weinstock heranwachsen.

Zur Deutung:
Dieses Samenkorn steht für Jesus. Wie das Korn, fing auch Jesus einmal klein an und musste erst heranwachsen. Um das zu können, braucht das Samenkorn allerdings Wasser und Licht. Die Erde, aus der er sprießt, verkörpert Maria, denn "Erde" steht für die Fruchtbarkeit. Für das Wasser steht die Wolke, die für die Bewässerung des Korns sorgt. Die Wolke ist ein Zeichen für Josef, Jesus' Vater.
Zum Wachsen braucht ein Samenkorn allerdings auch noch Licht. Das Licht stellten wir als Sonne dar. Sie ist das Zeichen für Gott, der auch immer wie die Sonne Tag für Tag bei uns ist. Sie steht hinter dem Kreuz, da Gott auch immer hinter Jesus stand.
Ohne Vater und Mutter kann man nicht heranwachsen und ohne Wasser, Erde und Licht könnte dies ein Samen ebenfalls nicht.
Durch diese drei Natureinflüsse wächst nun der Weinstock heran.
Die Reben, die auf dem Weg nach oben zu den höchsten Zweigen immer mehr werden, sollen die Anhänger Jesus' sein, die sich auf seinem Weg durch das Leben vermehrt haben.
In der Mitte des Kreuzes angekommen, gibt es drei Wege:
Der Weg nach links zeigt Jesu Tod am Kreuz. Hierbei sind die Zweige verkürzt und auch die Reben werden weniger. Denn durch den Tod glaubten manche Menschen nicht mehr daran, dass Jesus wieder auferstehen wird.
Der Weg nach rechts verkörpert den Glauben an Jesus. Die Zweige sind länger, da auch jetzt noch viele Menschen an Jesus glauben. Auch mehr Reben, Anhänger, befinden sich hier.
Der letzte Weg ist der Pfad, der nach oben zeigt. Somit bedeutet er Auferstehung und zeigt, dass Jesus in den Himmel aufgefahren ist. Er wächst weiter in unseren Herzen, wie auch der Weinstock. Er wird immer größer und wir glauben daran, dass er immer noch bei uns Menschen ist.
Er ist unter uns und immer zur Stelle, um uns zu bewachen.
Diese drei Wege zeigen somit die Richtungen, die Jesus in seinem Leben gegangen ist.
Annalena Höcherl, Jennifer Stahl

"Die Brandmale Jesu"

Wir haben ein Blatt Papier mehrmals über eine Kerze gezogen. So sind die dunklen Schatten entstanden. Danach haben wir das Blatt an den Stellen von Jesu Wundmahlen angezündet, um so die Wunden von Jesus hervorzuheben. So ist unser Kreuz aus Ruß mit
Brand-/Wundmahlen entstanden.

Die Idee:
Das Feuer, mit dem wir unser Kreuz gestaltet haben, erinnert uns an den Heiligen Geist. Eine biblische Textstelle zeigt, dass sich der Heilige Geist in uns allen befindet:
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 2

Zur Deutung:
Die Textstelle zeigt uns, dass sich hinter diesem Symbol – das Kreuz aus Feuer – eine Bedeutung befindet und diese Bedeutung ist, dass wir Christen uns auch ein wenig in diesem Kreuz verbergen, nicht sichtbar aber spürbar. Denn wir Christen verbergen uns hinter dem Kreuz von Jesus. Der Heilige Geist verbirgt sich ebenfalls in uns und alle Menschen verbergen sich in diesem Kreuz von Jesus aus Feuer.
Pia Hiendlmaier und Katharina Meier, 10c

Das Kreuz und ich – eine Ehe?

Beschreibung:
Auf diesem Bild ist ein Kreuz zu erkennen, das aus vielen kleinen farbigen Unendlichkeitszeichen besteht. Wir haben dafür sechs Farben ausgewählt, wobei jede eine eigene Bedeutung hat. Gelb steht für die Auferstehung; Grün für die Hoffnung; Lila für die Buße; Rot für die Liebe; Blau für die Freude und Schwarz für den Tod.
Deutung:
Oftmals sind auf Eheringe kleine Unendlichkeitszeichen eingraviert. Dies hat uns auf die Frage gebracht „Das Kreuz und ich – eine Ehe"? Seinem Ehepartner gibt man ja einige Versprechung bei der Trauung. Kann man dies auf das Kreuz bzw. die Religion übertragen? Muss man immer an das Kreuz glauben oder verliert man auch manchmal die Hoffnung? Hilft das Kreuz uns in schlechten Zeiten – müssen wir ihm auch helfen? Bringt uns das Kreuz Liebe? Haben wir Freude mit dem Kreuz? Hilft es uns nach dem Tod? Oder sind wir nur unnötigerweise auf eine „Ehe" mit dem Kreuz eingegangen? Kann man sich letzten Endes auch vom Kreuz bzw. von der Religion „scheiden" lassen wie bei einem echten Ehepartner?
Bei diesen Fragen hat jeder seine eigenen Antworten, auch kann das Thema unterschiedlich interpretiert werden. Wir haben es so interpretiert.

Julia Weckmüller und Simone Keck

Das ewige Leben

Zur Deutung:
Wir haben uns für den Schmetterling entschieden, weil der Schmetterling für Auferstehung steht. Er „stirbt" als kleine, unauffällige Raupe und „erwacht" als schöner bunter und bezaubernder Schmetterling. Uns hat der Schmetterling auch ein wenig an Jesus erinnert. Jesus stirbt am Kreuz und er ersteht wieder auf.
Beschreibung:
Unser Schmetterling, der das Kreuz umgibt, hat viele verschiedene Farben. Wir haben die meisten Farben sehr bewusst ausgewählt, wie z. B. rot, rot steht für die Liebe, gelb beispielsweise für Hoffnung, lila für die Buße oder schwarz für den Tod. Wir beten auch zu Jesus/Kreuz, wenn wir neue Hoffnung schöpfen wollen, wenn wir traurig sind oder wenn wir ihm danken wollen, weil es uns zurzeit sehr gut geht, natürlich aber auch wenn wir um Verzeihung bitten wollen, weil wir eine Sünde begangen haben.
Die Pflaster symbolisieren die Wunden, die durch die Nägel von Jesu Kreuzigung entstanden sind.

Gruppe: Isabella Landstorfer, Stefanie Preiß, Kathrin Rothmann
Gemalt von: Isabella Landstorfer und Stefanie Preiß
Text: Kathrin Rothmann
Präsentiert von: Stefanie Preiß und Kathrin Rothmann

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