„Des wird nix!“

Eltern sagen es oft schnell heraus, Schülerinnen gehen mit einem unsicheren Gefühl in die Schulaufgabe. Darauf, wie man beides vermeiden kann, ging Diplom-Sozialpädagogin Dr. Waltraud Lorenz im Rahmen des „Lern- und Sozialverhalten"-Vortrages für die Eltern der Schülerinnen der sechsten und achten Jahrgangsstufe ein. Dem Kind mit auf den Weg zu geben „Du hast gelernt", wäre eine Alternative, laut Referentin, die in diesem Zusammenhang noch einen weiteren Tipp hatte: So sollten die Lernenden gleich zu Beginn der Prüfung nach Aufgaben suchen, die sie können. Gemäß einer Studie sei nämlich das Gegenteil der Fall, was bei den Schülerinnen Stress auslöst. Das Abspielen eines „mentalen Filmes" könnte für solche verunsicherte Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit sein, Sicherheit zu entwickeln. Damit ist gemeint, dass die gesamte Situation, vom Betreten des Schulhauses bis zum Prüfungszeitpunkt, im Vorfeld in Gedanken durchgespielt wird.

Was die Schülerinnen weiterhin stärkt, ist das positive Feedback, sind Menschen, die an sie und ihre Kompetenz glauben, das sind positive Rollenvorbilder, die Konflikte positiv lösen genauso wie jemand, der den Lernenden aus Misserfolgen heraushilft oder Probleme für sie lösbar macht. Ein Kind müsse Eltern als Unterstützung erleben, wobei für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühles entscheidend ist, welche aufbauenden Botschaften überwiegend ausgesendet werden. Neben den Eltern spielen aber auch Mitschülerinnen eine große Rolle, die mit sogenannten „Killerbotschaften" Kraft rauben können. Kinder und Jugendliche sollten versuchen, Aussagen wie zum Beispiel „Bist du blöd" an sich abprallen zu lassen und das Gespräch in eine ganz andere Richtung lenken: „Heute weht der Wind so stark, es ist richtig kalt draußen." Auf diese Weise können einschätzbare Sender solcher Killerbotschaften im Idealfall „entwaffnet" werden.

Der Rat „Wehr dich endlich!" scheint eher kontraproduktiv hinsichtlich des Ziels, dass die Schülerinnen das Signal senden sollten: „Ich bin stark für das Leben."
Auch den Schülerinnen der sechsten und achten Jahrgangsstufe gab Frau Lorenz mehrere Tipps mit auf den Weg durch den Schulalltag. So sollten die Mädchen selbstbewusst auftreten, wozu gehört, sicher zu stehen. Dies testeten die Jugendlichen sofort aus. Dass nicht jeder Konflikt gleich Mobbing ist, stellte die Referentin ebenfalls klar und rief dazu auf, im Ernstfall als Zuschauer nicht tatenlos zu sein, sondern einzugreifen.

 

Hs 3-12-13

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