Bienen, rauhe Seemänner und Bärlauch-Explosionen – MRU „live“ am Tag der offenen Schule

Bis auf den letzten Platz war die Pausenhalle der MRU am vergangenen Samstag gefüllt. Grund war, dass es für alle interessierten Viert- und Fünftklässlerinnen und deren Eltern die Möglichkeit gab, die MRU „live" zu erleben. Premiere in zweierlei Hinsicht war der Start in diesen Tag: zum einen wurde der „Tag der offenen Schule" noch nie mit einem Trompetensolo eröffnet, zum anderen war es auch für Susanne Gsottberger aus der Klasse 5c eine Premiere, denn sie lernt erst seit einem halben Jahr dieses Instrument an der MRU bei Musiklehrer Stefan Lang. Fulminant starteten auch die Gesangsklassen unter der Leitung von Christine Wagner mit „Heaven is a wonderful place" und „Kalle, dem Tennisspieler" in das Programm, ehe Sr. Gabriele Heigl im Namen der Ursulinen- Schulstiftung die vielen Gäste begrüßte. 

Das Wort übergab sie schließlich an Realschuldirektor Johannes Dieckmann und Konrektor Wolfgang Zankl, die die Eltern über die Anforderungen der Realschule und die Besonderheiten der MRU informierten. Für die Neulinge indessen hatten die Lehrkräfte einen buntes Programm zusammengestellt, das sie schon einmal ein bisschen Realschulluft schnuppern ließ. So wurden sie in die Welt der Geheimsprache entführt, probierten allerlei physikalische und chemische Experimente aus, programierten zusammen mit dem Wahlfach Robotik Roboter und erfuhren, das man Mathematik auch anfassen kann. „Comment ca va?" hieß es dann im Fach Französisch. Dass die Realschule auch ein Fach bietet, in dem man alles über die gesunde Ernährung lernen kann, erlebten die Mädchen dann im Lernzirkel „Haushalt

und Ernährung". „Regenmachen" und einen Kompass bauen konnten die Kids dann bei der Erkunde-Station, ihr Wissen im Fach Religion testeten sie bei einem Tabu-Spiel. Kräftig Puste brauchten sie dann bei den Blasinstrumenten, die Instrumentenbauer Pleischl zusammen mit den Musiklehrern vorstellte, die an der MRU privaten Instrumentalunterricht erteilen. „We speak English" hieß es dann bei der Klasse 7b, die mit lustigen Sketschen den „Neuen" ein wenig englische Luft schnuppern ließen. Dabei gaben sie dieser Luft mit selbst gebackenen Muffins und Brownies noch ein ganz besonderes, unwiderstehliches Aroma. Etwas gruselig ging es beim Lesen mit allen Sinnen zu ... Denn, wer traut sich schon die Nase, die Haare und sogar das Gehirn eines ertrunkenen Seemanns anzufassen? Da fühlten sich die Knetmasse- Bienen der Fachschaft Biologie schon viiiiiiel angenehmer an. Und mit dem selbsthergestellten Lippenpflegestift tat man gleich noch etwas für die Gesundheit. Eigentlich hätte der Vortrag in der Pausenhalle ruhig noch ein Weilchen dauern können, da es für die interessierten Viert- und Fünftklässlerinnen noch so einiges zu entdecken gegeben hätte. Viele machten sich deshalb nochmals mit ihren Eltern auf den Weg durch das Schulhaus, hörten bei der Live-Probe der Schulband „Junto" zu oder beobachteten die Schulsanis bei ihren Einsätzen an den sehr realistisch geschminkten „Verunglückten". In der Turnhalle lud die Klasse 5b zum Rope Skipping ein und auf den Gängen informierten unzählige Schautafeln - angefangen bei den Intergrativprojekten über die Wahlpflichtfächer bis hin zur

Berufsfindung - über alles, was im Leben einer künftigen Realschülerin wichtig sein könnte. Viele Lehrkräfte der MRU standen zudem bereit, um alle noch offenen Fragen zu beantworten. Zum ersten Mal stellte sich auch das Gymnasium der Ursulinen mit Schulleiterin OStDin Rosemarie Härtinger und stellvertretende Schulleiterin Frau StDin Marita Fornoff in den Räumen der MRU vor. Für einige Viert- und Fünftklässlerinnen und deren Eltern stand nach diesem Tag der Entschluss schon fest und sie füllten im Sekretariat gleich eine Voranmeldung für den Übertritt an die MRU aus ... so dass einem Wiedersehen im September nichts mehr im Wege steht.

 

Text/Fotos: Ge 23-02-14