Exkursion Kloster 7a

Die Klasse 7a besuchte am Montag 31. März, mit Herrn Strohmeier unter der Führung von Sr. Ursula, das Kloster der Ursulinen.

Sr. Ursula erzählt, dass es die Gemeinschaft der Ursulinen schon seit 323 Jahren gibt, d. h. seit 1691. Ursprünglich kamen die Ursulinen aus der Region Landshut. Angela Merici gründete die Ursulinen.

Die Klosterschwestern stehen ungefähr um 6:00 Uhr auf, danach geht es um 6:40 Uhr in die Kirche zum Gebet. Man bekommt dann sein – von Sr. Anna-Maria zubereitetes – Frühstück, währenddessen man nicht reden darf. Es macht anschließend jeder seine Arbeit, z.. B. kochen, waschen, unterrichten. Wie normal gibt es traditionell um zwölf Uhr Mittagessen. Natürlich geht es dann wieder sofort an die Arbeit. Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen. Während des Essens wird ein Bibelwort gelesen. Wer möchte kann freiwillig zweimal in der Woche in eine „fremde" Kirche gehen. Am Tag wird mehrmals gebetet, dann wird die Glocke im Innenhof geläutet. Nach dem Abendessen, vor dem Frühstück, mittags, .... . Manche Schwestern beten auch alleine, z. B. den Rosenkranz. Da momentan Fastenzeit ist dürfen sie keine Schokolade, Kuchen oder eine Nachspeise essen. Insgesamt gibt es im Kloster 19 Schwestern im Alter von 32 bis 82 Jahren. An Neujahr gehen die Ordensfrauen zur Feier des Tages auswärts zum Essen. Bei einem Geburtstag soll man nur gratulieren. An einem Namenstag dagegen darf man feiern, bzw. eine Kleinigkeit schenken.

Natürlich gibt es auch Konflikte in einer Klostergemeinschaft, z. B. wenn sich jemand nicht in die Liste einträgt, die für das Auto vorbereitet ist (wer fahren darf). Aber auch bei Meinungsverschiedenheiten. Die Schwestern versuchen dann solche Schwierigkeiten höflich zu lösen.

Im Ursulinenkloster gibt es verschiedene Zimmer, z.. B. Krankenzimmer, Speisesaal, Gemeinschaftsraum, Schlafzimmer und Gästezimmer. Eine Schlafkammer besteht aus einem Waschbecken, Bett, Tisch, Stuhl und Schrank. Im Freizeitzimmer werden Spiele gespielt und jeden Tag um 20:00 Uhr wird die Tagesschau angeschaut. Andere unterhalten sich ruhig oder lesen christliche Bücher oder auch Krimis. Ursulinenschwestern dürfen auch in „Zivil" gehen.

Wenn man eine Klosterschwester werden möchte, muss man zuerst einen schriftlichen Antrag an die Ordensgemeinschaft stellen, die dann abstimmen, ob die neue Schwester zu ihnen darf. Dann zieht die Bewerberin in den Orden zum besseren Kennenlernen. Nach einiger Zeit muss man ein Gelübde ablegen und Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam versprechen. Nach 5 ½ Jahren ist man eine Nonne. Im Kloster hat man mehr Zeit für Gott, da man keine Familie besitzt. Wenn eine Nonne sich verlieben sollte muss sie sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist.

Der Klasse hat der Besuch des Klosters sehr gut gefallen und sie fand es sehr lehrreich und interessant. Wir finden, dass man durch so einen Besuch eine bessere Vorstellung vom Klosterleben hat.

Die Klasse bedankt sich hiermit bei Sr. Ursula und Herrn Strohmeier sehr herzlich.

Für den Inhalt: Hannah Wiesmüller und Johanna Dilger, Klasse 7a

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