Aus WiSpoTa wird FrühErTa – Skilager mal ganz anders!

WiSpoTa steht an der MRU für Wintersporttage. Den Winter haben die Klassen 7c und 7e bei ihrem Aufenthalt im Skigebiet Hochficht in Österreich, nahe der tschechischen Grenze, vergeblich gesucht. Bei frühlingshaften Temperaturen konnte man zusehen, wie der Schnee tagtäglich weniger wurde und immer mehr Grün zum Vorschein kam. Wer aber nun meint, dass mit dem Schnee auch die Stimmung schmolz und den Bach hinunterging, der hat sich schwer getäuscht. Ganz im Gegenteil, die motivierten und durchwegs positiv eingestellten, für nahezu alles offenen Schülerinnen waren mit einem kreativen Lehrkräfteteam unterwegs und zauberten auch in dieser Situation einige spannende Tage.

Vom Ski-Neuling zum Profi in fünf Tagen

Man passte sich halt der Lage an: weil nachmittags das Skifahren mehr ein „Brettl-Waschen" war als ein attraktiver Wintersport, fuhren die Mädchen unter der Gesamtleitung von Sportlehrkraft Andrea Bischoff am Vormittag umso intensiver Ski und genossen am Nachmittag ein Alternativprogramm.

Dabei waren es gar keine so außergewöhnlichen Dinge, die absolviert wurden. Aber schon eine Nachtwanderung, die den dunklen Wald nur mit Taschenlampen aufhellte, wurde zum – für manche Schülerin gruseligen – Erlebnis. Bei der Wanderung zum Speichersee für die Beschneiungsanlagen ließen sich die Schülerinnen nicht nur von der warmen Frühlingssonne streicheln, sondern stellten sich dem einen oder anderen Geschicklichkeitsspiel, sprangen Seil in Gruppen oder testen ihr Vertrauen beim Fallenlassen von einem Baumstamm. Hart umkämpft war auch der Sieg beim Tauziehen, wobei es gar nicht so drum ging, wer gewann. Es machte einfach Spaß, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Habt ihr schon mal probiert als Zweibeiner mit einem anderen Zweibeiner als Dreibeiner zu laufen? Gar nicht so einfach ... dennoch schafften einige Pärchen den gesamten Weg zurück zur Unterkunft.

Erlebniswanderung zum Stausee

Am Mittwochnachmittag stand dann der „Einkehrschwung" auf dem Lehrplan. Zunächst ging es aber mit verbundenen Augen durch den Wald - kein leichtes Unterfangen und man muss schon großes Vertrauen in seine Partnerin haben. Nur durch Disziplin und Zusammenhalt war die nächste Aufgabe zu bewältigen: die komplette Klasse versammelte sich auf der Wackelbrücke, blieb freihändig darauf stehen und sprang nacheinander wieder herunter. Man konnte es sehr deutlich hören, wenn das Team aus dem Gelichgewicht kam ... Mit einem lauten „Mei, is des schee!" schwangen sich schließlich die Mädchen eine nach der anderen dann beim „Einkehrschwung" auf die Bierbänke auf der Sonnenterasse des Berggasthofs „Zum Überleben" und genossen ein erfrischendes Spezi, einen „Apfelsaft gespritzt" oder eine heiße Schokolade. „Müssen wir zurück wieder gehen?", war die brennende Frage. „Nein, wir fahren!", war die Rätsel aufgebende Antwort der vier Lehrkräfte. Und tatsächlich, ein kurzes Stück fuhren alle ... auf Mülltüten die Piste hinunter.

Mal ganz anders im Wald unterwegs ...

Einkehrschwung und letzte Abfahrt

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Erholung. Pünktlich um 13 Uhr stand der Bus bereit und brachte 35 Schülerinnen nach Passau ins p.e.b – das Erlebnisbad in Passau. Wahrlich eine Erlebnis ... Reifenrutsche und Black Hole, Whirlpool und Wildwasserkanal, Liegen zum Chillen und ein Wasserpilz für die Rückenmassage. Mit ausgefeilten Techniken wurden immer neue Geschwindigkeitsrekorde bei den Rutschen aufgestellt und auch die Lehrkräfte ließen sich davon fesseln ... in 13,43 Sekunden durch die Black Hole – wow! Und am Abend gingen alle brav um acht Uhr ins Bett! Weit gefehlt!!! Am Dienstag wurde der Speisesaal in eine „Spiel-Hölle" verwandelt. Rechts zockten die Uno-Spieler, links wurde A... gespielt (der Name des Spiels wurde zensiert ;-). Rechts gingen die Mädels ins „Kaufhaus" und links suchten sie verzweifelt nach Kamelen und Oasen auf Würfeln. Am Mittwoch war nicht eine einzige Schülerin mehr im Ereignishaus Holzschlag anzutreffen. Zwischen Abendessen und Abendprogramm verwandelten sich alle in Discoqueens. Lichterketten und schummriges Licht zusammen mit coolen Songs aus der Stereoanlage zauberten Discothekenstimmung in den Speisesaal. Und wer Durst hatte, schlürfte genüsslich einen „High-Ficht-Sunrise" an der „Schneebar". 

Disco in der Hochficht-Schneebar (in Kürze)

Donnerstag ist „Bunter-Abend-Tag". Jedes Zimmer überlegte sich etwas für diesen Abend. Den Start machte gleich eine Girls-Group, die die Erlebnisse der WiSpoTa rappte. Pantomien-Spiele und Lehrer-Raten standen auf dem Programm, genauso wie ein Wissensquiz und der obligatorische „Obstsalat". Und am Freitag? Da stellten viele fest, dass die Woche am Hochficht viel zu schnell vergangen ist. Schade, aber wir nahmen alle – Schülerinnen und Lehrkräfte – viele schöne Momente mit nach Hause, die uns diese Tage im Erlebnishaus noch lange in Erinnerung halten werden und aus den WiSpoTa tolle FrühErTa – Frühlingserlebnistage – haben werden lassen.


Bilder: Hs
Video/Text: Ge 17-3-2014

Ein wirklich bunter Abend ... (in Kürze)