Klosterführung Klasse 7c am 7. April 2014

Wir, die Klasse 7c hatten am 7. April 2014 mit unserem Religionslehrer, Herrn Strohmeier, eine Klosterführung. Diese wurde von Schwester Ursula für uns sehr interessant gestaltet.
Sie hat uns über die Gründung des Ursulinen Ordens, über die Hl. Angela Merici, die Realschule und das Gymnasium viel erzählt. Außerdem hat sie uns sehr anschaulich gezeigt, wie die 19 Ordensschwestern ihren Alltag verbringen und ihren Glauben leben.

1691 wurde das Kloster der Ursulinen in Straubing gegründet. 1741 wurde der Bau des Klosters, der Kirche und des Gymnasium fertig gestellt. Nach Kriegsende, 1947, wurde die Realschule gebaut. Die Schulen wurden deshalb ins Leben gerufen, weil die Magistrate (Stadträte) wollten, dass auch Mädchen die Möglichkeit haben, eine gute Schulausbildung zu bekommen.

Die so genannte Probezeit der angehenden Ordensschwester wird Noviziat genannt und dauert 5 ½ Jahre. Danach verpflichten sich die Ordensleute durch ein feierliches Gelübde zu – Armut – Gehorsam – Ehelosigkeit. Ein Austritt ist jederzeit wieder möglich.

Trotz keiner verwandtschaftlichen Verhältnisse fühlen sich die Nonnen wie in einer großen Familie. Während eines Tages wird dreimal gebetet. Beim gemeinsamen Essen im Speisesaal wird geschwiegen. Doch hier gibt es auch Ausnahmen: z.B in den Ferien oder an Namenstagen einer Schwester. Arbeitsbereiche werden ihnen je nach Ausbildung zugeteilt.
Den Ordensleuten ist es untersagt, Arbeiten außerhalb des Klosters anzunehmen.

Jede Nonne hat ihr eigenes Zimmer. Es ist schlicht gehalten, hat aber ein Bett, einen Schrank, ein Waschbecken, einen Schreibtisch und einen Stuhl.
Im Kloster gibt es für alle Schwestern ein gemeinsames Wohnzimmer mit einem Fernseher. Jedes Kloster hat eine Schwester Oberin. Sie bestimmt z.B, welche Schwester wann in den Urlaub gehen kann. Unter anderem ist sie auch für die Kassenverwaltung und somit für das Finanzielle zuständig. Das bedeutet, bei größeren privaten Anschaffungen einer Schwester, muss die Schwester Oberin gefragt werden.

Der gestammte Tagesablauf wird von ihr festgelegt. Im Kloster dürfen nach Absprache mit der Schwester Oberin sogar Haustiere gehalten werden. Wenn eine Ordensfrau verstirbt, wird sie in der Gruft bestattet. Diese befindet sich im Kloster.

Im Namen der Klasse 7c bedanke ich mich noch mal ganz herzlich bei Schwester Ursula, dass sie sich die Zeit genommen und uns einen Einblick ins Klosterleben ermöglicht hat.

Für den Inhalt: Carina Namyslo

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