Gefahren der Handynutzung

Auf Einladung von Rektor Johannes Dieckmann (rechts) informierten Kriminal¬hauptkommissar Wolfgang Dengler (links) und Polizeioberkommissar Helmut Kronfeldner über die Handynutzung von Jugendlichen.

Das Straubinger Tagblatt berichtet vom

 

Elternabend an der Mädchen-Realschule

 

Cybermobbing, Gewaltvideos, Nacktfotos, Sexszenen - allesamt Inhalte, die Eltern nicht auf den Handys ihrer Kinder wünschen. Jo­hannes Dieckmann, Rektor der Ursulinen-Realschule, machte bei ei­nem Elterninformationsabend klar, dass sich solche Dinge auch auf den Handys mancher Mädchen der Ursulinen-Realschule befinden. Des­halb sei eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule notwendig, „damit wir das Problem ein bisschen in den Griff bekommen."

Über das Thema „Handynutzung von Jugendlichen - Möglichkeiten und Gefahren - Rechte und Pflich­ten der Erziehungsberechtigten" sprachen Kriminalhauptkommissar Wolfgang Dengler und Polizeioberkommissar Helmut Kronfeldner, Schulverbindungsbeamter der Poli­zei. Kronfeldner vermittelte ein­drücklich das Medienverhalten der Jugend. Er ging auf verbotene In­halte ein, die sich auf Smartphones befinden.

Im zweiten Teil des Vertrags wur­de es dann der oder dem ein oder anderen wortwörtlich zu heftig. Kriminalhauptkommissar Dengler ist zuständig für die Auswertung der beschlagnahmten Geräte. Um den Eltern einen Einblick zu geben, was sich auf den Handys ihrer Kin­der befindet, zeigte er Originalclips, die auf dem i-Phone einer 13-jähri­gen Schülerin gefunden wurden. Dabei wollte er bewusst betroffen machen, denn diese Videos „sind nicht in Frankfurt, Berlin oder auf der Reeperbahn, sondern hier bei uns." „Wenn wir ein Gerät sicherstel­len, können wir nachvollziehen, wo­hin die Dinge weitergeschickt wur­den. So folgen auf eine einzige Si­cherstellung schnell 13 bis 14 weite­re Verfahren." Eltern können so ganz plötzlich in einem Ermitt­lungsverfahren stecken. Schließlich seien sie meist die Vertragsinhaber. Ausreden der Jugendlichen wie „Das machen alle" oder der Eltern „Das ist Privatsphäre meines Kin­des" oder „Ich kenne mich da nicht so aus" schützen dabei vor Strafe nicht.