Besuch des Nawaro–Wissenschafts– und Ausbildungszentrums Straubing

Straubing ist NAWARO, also die Stadt, in der die nachwachsenden Rohstoffe und alles, was man mit ihnen machen kann, in einem Wissenschafts- und Ausbildungszentrum im Mittelpunkt des Interesses von Professoren, Studenten, aber auch - richtig! - von uns Schülern stehen. Da wir die mathematisch-naturkundliche Wahlpflichtfächergruppe gewählt haben, sind wir für einen Besuch des Kompetenzzentrums genau die passende Klasse. Das dachte offensichtlich auch Frau Schneider, die uns an diesem Projekttag begleitete, der unter dem Thema "Nachwachsende Rohstoffe – Biokunststoffe " stand und von vier Studenten geleitet wurde. Zum Einstieg erfuhren wir, dass das Kompetenzzentrum in drei Einheiten gegliedert ist, nämlich in das Wissenschaftszentrum, das Technologie - und Förderzentrum und in C.A.R.M.E.N.

Zunächst hörten wir einen kurzen Vortrag über herkömmliche Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden, und anschließend über Biokunststoffe, die ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Mais, Kartoffeln, Holz hergestellt werden. Biokunststoffe können kompostiert und damit in den natürliche Kreislauf der Stoffe gebracht werden, während der andere Plastikmüll aufwändig mit viel zusätzlicher Energie recycelt werden muss. Eine neue Erkenntnis war für uns auch die Unterteilung der Rohstoffe in einen land- und einen forstwirtschaftlichen Bereich und ihre energetische und stoffliche Verarbeitung. Im Anschluss an diesen Vortrag wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe durfte im Labor versuchen eine Folie aus Stärke herzustellen und Kunststoff aus Milch zu gewinnen. Dazu mischten wir verschiedene Stoffe und legten sie anschließend in den Trockenschrank. Der zweite Teil der Klasse bekam währenddessen einen weiteren Vortrag über die Probleme des Plastikmülls zu hören. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass in vielen Produkten, die wir täglich benutzen, Kunststoff enthalten ist. Sehr erstaunt und erschrocken waren wir über die Erkenntnis, dass Deutschland allein 11,5 Millionen Tonnen Kunststoff im Jahr benötigt. 80 % des Kunststoffmülls landen davon im Meer und gefährden viele Tierarten. Ferner wurden wir darüber informiert, wie die gefährlichen Weichmacher in den Plastikverpackungen unsere Gesundheit angreifen und Krebserkrankungen auslösen können. In einer Ausstellung wurden uns viele Einsatzmöglichkeiten der Biokunststoffe für den täglichen Gebrauch gezeigt, z.B. Folien, Umverpackungen für Lebensmittel wie Joghurtbecher, Eisschalen und ähnliches, Geschirr, Dämmmaterialien für die Bauindustrie, Computertastaturen. Durch diesen Besuch des Kompetenzzentrums wurden wir in unserer Meinung bestärkt, dass eine möglichst umfangreiche Erforschung nachwachsender Rohstoffe und ihrer Einsatzgebiete für das Leben auf unserem Planeten äußerst wichtig sind.

Fotos und Inhalt: Sophia Zellmer, Elena Loipeldinger, Katrin Diermeier und Simone

Kautnick, 7a

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