„Möget ihr Weltmeister im Beruf werden“

104 Absolventinnen der Realschule der Ursulinenschulstiftung - 1,0 für Isabella Landstorfer

Mit Stolz freuten sich die Einser-Schülerinnen an der Realschule der Ursulinenschulstiftung mit Lehrern und Ehrengästen bei der Auszeichnung als Jahrgangsbeste. Fördervereinsvorsitzende Elfriede Hofmann, Geschäftsführer Wolfgang Ernst, Elternbeiratsvorsitzender Klaus Müller, Schulleiter Johannes Dieckmann, Stadtrat Peter Mittermeier, Kreisrätin Margret Stadler und Stiftungsvorsitzende Sr. Gabriele Heigl (von links).

Das Straubinger Tagblatt berichtet

„Nach dem Finale ist vor dem Finale", sagte Schulleiter Johannes Dieckmann bei der Abschlussfeier von 104 Absolventinnen an der Realschule der Ursulinenschulstiftung und betonte: „Ihr habt alles gegeben. Ihr habt alle bestanden. Ihr habt den Fairplaypreis verdient". Die Weltmeisterschaft zog sich wie ein Roter Faden durch diese Abschlussfeier, die von fetziger Musik, herzlichen Wünschen, guten Ratschlägen und zahlreichen Abschiedstränen geprägt war.
Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Ursulinenkirche, den Pfarrer Michael Killermann zelebrierte und die Schülerinnen mitgestalteten. Nach einem Sektempfang in der Aula fanden sich die festlich gekleideten jungen Frauen mit ihren Gästen in der geschmückten Turnhalle ein. Hier sprach stellvertretender Schulleiter Wolfgang Zankl, ausgestattet mit „WM-Stimmungsinstrumenten" einen fröhlichen Willkommensgruß. „Ich will zu den Urschln" formulierte Schülersprecherin Anna-Maria Uttendorfer den Beginn der Ursulinenschulzeit vor sechs Jahren. Beim Revue passieren dieser Zeit hätten sich alle durchgekämpft und bald verstanden: „Wir müssen am Ball bleiben". Sie forderte die Absolventinnen auf, sich jetzt spontan gegenseitig eine SMS zur Erinnerung zu schreiben. „Es war eine schöne Zeit, jetzt sind wir für Neues bereit". Ein letztes Mal beteten alle 104 Absolventinnen das gemeinsame Schulgebet, mit dem sie jeden Tag ihrer Ursulinenschulzeit begonnen haben.
Stadtrat Peter Mittermeier sagte, die Ursulinenschülerinnen hätten gelernt, über den Tellerrand zu schauen und sollten sich jetzt realistische Ziele setzen. „Bleiben Sie ein Aushängeschild für herausragende Bildung in Straubing", forderte er die Schulfamilie auf und betonte, wie stolz die Stadt Straubing auf die jahrhundertelange Tradition der Mädchenbildung der Ursulinen sei. Die Grüße von Landrat Josef Laumer und dem Kreistag überbrachte Kreisrätin Margret Stadler. „Alle haben bestanden, alle haben einen Ausbildungsberuf gefunden oder gehen auf weiterführende Schulen", lobte sie und verwies auf den hervorragenden Ruf der Schule bei Betrieben. „Möget ihr alle Weltmeister in euren ausgewählten Berufen werden", wünschte sie abschließend.
Elternbeiratsvorsitzender Klaus Müller ging auf das „Labyrinth des Lebens" ein, das die Absolventinnen als Motto begleitet hat. Tausende von Stunden hätten sie in der Schule verbracht und das „Lernen gelernt". Dies sei ein guter Begleiter auf allen Wegen des Lebens. Als Fördervereinsvorsitzende meinte Elfriede Hofmann, dass es nicht die großen Feiern sind, die prägen, sondern oft der Alltag, eine kleine Geste, ein gutes Wort, eine Nebensächlichkeit. Sie wünschte sich weiterhin die Verbundenheit mit den Ursulinen.
Schulleiter Johannes Dieckmann griff die Weltmeisterschaft in seiner Rede auf und verglich Trainer und Spieler mit Lehrer und Schüler. Vom Schaffen des Sprungs ins Schulteam vor sechs Jahren, von der Motivation der Lehrer, über mühevolle Trainingseinheiten und Eltern als Coach, Rückschläge und Niederlagen, sei heute das Finale gewonnen worden.
Auch die Sponsoren - Förderverein, Elternbeirat, Kloster der Ursulinen, Stadt und Landkreis - hätten ihren Beitrag geleistet, den Zusammenhalt gestärkt. Abschließend wünschte Dieckmann den Absolventinnen offen zu sein für alles Neue und dass ihr Leben ein Volltreffer werde. Zwischen den einzelnen Reden gab es ein kurzweiliges Musikprogramm von Schülerinnen und Lehrern.
Auch die Übergabe der Zeugnisse der Mittleren Reife wurde mit Musik untermalt. Besonders freuen durften sich sieben junge Frauen mit einem Schnitt bis 1,5. Die Traumnote 1,0 schaffte Isabella Landstorfer aus Hunderdorf. Ihr folgte Regina Schütz (1,18) aus Wiesenfelden, Anna Krieger (1,27) aus Niederachdorf; Simone Keck (1,36) aus Falkenfels, Katharina Meier (1,36) aus Straubing, Susanne Ammer (1,45) aus Leiblfing, Carola Christi (1,45) aus Ascha, Johanna Strohmeier (1,45) aus Loitzendorf, Jessica Schneider (1,46) aus Salching und Lisa Wutz (1,50) aus Parkstetten (1,50).

Stefanie Unger im Einzelinterview

 

„Ich freue mich, dass ich jetzt mein Abschlusszeugnis in der Tasche habe. Es waren sechs schöne Jahre hier an der Schule und in der Klassengemeinschaft. Da fällt der Abschied schon ein bisschen schwer. Aber ich freue mich auch sehr auf das Neue. Ich muss nun bis zum 1. September warten, denn dann beginnt meine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin hier in Straubing. Seit der sechsten Klasse war dies mein Berufswunsch, deshalb habe ich auch den BWR-Zweig genommen. Wenn mir der Beruf gefällt, könnte es auch sein, dass ich den Steuerfachwirt nach der Ausbildung anstrebe, oder sogar nach einem Studium Steuerberaterin werden möchte.

 

-ih-

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