Musikalische Reise durch Irland

Eine musikalische Reise durch Irland begeisterte das Publikum in der Mädchenrealschule der Ursulinen-Schulstiftung.

Das Straubinger Tagblatt berichtet:

 

„Martin's Irish Project" an der Realschule der Ursulinen-Schulstiftung

 

„Erscheinen Sie, sonst weinen Sie!", hieß es witzigerweise im Werbejingle, der bereits Tage vor dem großen Abend durch die Lautsprecher der Mädchenrealschule der Ursulinen-Schulstiftung zu hören war. Die Rede ist von der Idee, die Schülerinnen und viele andere Interessierte auf eine besondere musikalische Reise mitzunehmen. Martin Schmidt, Lehrer an der MRU und „vielsaitig" begabter Musiker, lud mit seinem Kollegen Emmeram Strohmeier zu „Martin's Irish Project" ein, wobei sie den musikalischen Leiter von „Oschnputtl" Michael Reiß und Martin Schmidts Vater als Ehrengäste gewinnen konnten. Für diesen Abend arrangierte Martin Schmidt, der ein Jahr lang in Irland gelebt hat, traditionelle irische Musik modern mit jazzigen Einflüssen und kombinierte dabei verschiedene Stile wie Jazz, Rock, Reggae, Punk und bairische Volksmusik auf beeindruckende Weise.
Rockiger Groove, vereint mit Jazz über traditionelle Melodien war in „The White Deer/Diabolo Lyon" zu hören. Das Lied „Maria Letizias" bezeichnete Emmeram Strohmeier als „musikalisches Zirkeltraining", denn er selber spielte Klavier und Klarinette und Martin Schmidt wechselte von Geige zu Gitarre zu Klavier. Traditionelle irische Musik traf hier auf Reggae und jazzige Solos von Martin Schmidt und Michael Reiß.
Die erste „Bluttat" nahmen die Zuhörer noch gelassen hin: „The Queen and the Soldier" ist eine Art Anti-Kriegs-Song mit märchenhaftem Text. Noch blutiger wurde es in der Geschichte eines Geigers „Hangman's Reel": Er soll erhängt werden, wobei sein einziger Ausweg das Entlocken einer vernünftigen Melodie bei einer völlig verstimmten Geige ist. Mit einem virtuosen Geigensolo beeindruckte Martin Schmidt die Zuhörer, die nach dieser fesselnden Darbietung sicher waren, dass der Geiger überlebt hat. Martin Schmidt machte mit „Foggy Dew" wieder Mord und Totschlag zum Thema und griff den blutig niedergeschlagenen Osteraufstand von 1916 auf. Ohne jegliche Begleitung lauschten die Anwesenden lediglich der Stimme des Musikers.
Bavarian „Voixmuse" kam mit Josef „Bepp" Schmidt und seiner Eigenkomposition „Ob krumm oda gred, Hauptsach es geht" nicht zu kurz. Darüber hinaus hörte man Töne von Claudia Koreck („Nur wegn dir", „s'ewige Leben") undmit „Rattlin´ Bog" eine quasi irische Version von „Drunt in da greana Au", die alle Zuhörer zum Mitsingen einlud.
Einen weiteren Höhepunkt markierte „The CockStep", wobei Martin Schmidt zu einem selbst erstellten Playback-Video mit sehr vielen Percussion-Instrumenten plus Klavier und ständigem Taktwechsel zusätzlich live die Geigensaiten kräftig beanspruchte.
„Slow Dancing in a Burning Room" ist zwar ein wunderbar melancholisch-gefühlvoller, bluesiger Song von John Mayer über eine Beziehung, die nicht mehr zu retten ist, aber die Zuhörer mussten dennoch keine Träne vergießen - sie sind schließlich zu „Martins Irish Project" erschienen.
-nh-

 

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