Sinnesgarten als Begegnungsstätte

Bericht aus dem Straubinger Tagblatt

 

Barfußpfad eröffnet- Projekt von Ursulinen und Papst-Benedikt-Schule

 

Vögel zwitschern, der Wind weht durch die Klangspiele und zwischendurch immer wieder Kinderlachen: Eine ganz besondere Atmosphäre empfängt den Besucher des Erlebnisgartens, der an der Papst-Benedikt-Schule entstanden ist. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der benachbarten Realschule der Ursulinen haben Schüler und Lehrer das ganze Schuljahr über Klangspiele gebastelt, Spinnennetze gestaltet, Blumenzwiebeln gepflanzt und Nistkästen gebaut. Der vorläufige Höhepunkt: Am Montag wurde im Beisein von allen Beteiligten und mit viel schöner Musik ein Barfußpfad offiziell eröffnet.
Der Erlebnisgarten soll als Begegnungsstätte für Schüler und Lehrer der beiden Einrichtungen dienen. Ob mit oder ohne Beeinträchtigungen sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam die Möglichkeit haben, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Betreut wurde das Projekt von Annette Bäumel, der stellvertretenden Schulleiterin der Papst-Benedikt-Schule, ihrer Kollegin Dagmar Singer-Albers und den Lehrerinnen der Ursulinen-Realschule Maria Engl und Sigrid Bucher. Der Erlebnisgarten umfasst verschiedene Bereiche, die eben alle Sinne ansprechen, zum Beispiel einen Naschgarten („Schmecken"), eine Kräuterschnecke („Riechen"), Klangspiele aus Naturmaterialien („Hören"), Beete mit wechselnd blühenden Blumen und Sträuchern („Sehen") und eben den Weg mit verschiedenen Bodenbelägen, der auch barfuß begehbar ist („Fühlen").
Die beiden Schulleiter Klaus Welsch (Papst-Benedikt-Schule) und Johannes Dieckmann (Realschule der Ursulinen-Schulstiftung) freuten sich in ihren Grußworten über die „wertvolle Zusammenarbeit" und waren sich einig, dass das Projekt eine nachhaltige Wirkung haben werde. Dieckmann äußerte die Idee, dass vielleicht künftig im Sinnesgarten gemeinsame Pausen stattfinden könnten.
Diese Nachhaltigkeit hat auch die Verantwortlichen des Lokalen Aktionsplans „Wir sind Straubing" überzeugt, wie Dr. Ferdinand Stoll von der externen Koordinierungsstelle DEB-betonte. Deshalb habe man im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken" gerne 2500 Euro aus dem Aktionsfonds Jugend bereitgestellt.
Roman Schaffner von der städtischen Koordinierungsstelle bedankte sich in dem Zusammenhang auch bei Juliane Eigner, der Vorsitzenden des Behindertenbeirates, die sich für eine Unterstützung des Kooperationsprojektes eingesetzt und den Kontakt zu den Verantwortlichen von „Wir sind Straubing" hergestellt hatte. Wolfgang Ernst von der Ursulinen-Schulstiftung übergab zudem einen Scheck in Höhe von 250 Euro an Schulleiter Klaus Welsch zur weiteren Unterstützung des Projekts.
Die Schüler der beiden Einrichtungen stellten die verschiedenen Projektbausteine vor und konnten es dann kaum mehr erwarten, den neuen Erlebnispfad gleich auszuprobieren - barfuß natürlich. Weil in einem Garten die Arbeit nie ausgeht, soll die Kooperation im nächsten Schuljahr weitergeführt werden.  -red-

 

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