Vom Elefantenohr zum Hörgerät!

Am Montag den 16. März übernahm Herr Gsottberger, Akustikmeister, für eine Stunde den Musikunterricht der Gesangsklasse 5a und 5b. Nachdem sich beide Klassen die letzten Stunden intensiv mit der Stimme und der Funktionsweise auseinandergesetzt haben, wurde klar, dass zum Singen auch das Ohr und das Hören wichtig sind. So brachte Herr Gsottberger ein großes Ohrmodell mit in den Unterricht und forschte mit den Schülerinnen zusammen, warum Elefanten so große Ohrmuscheln haben.

Ohrmuscheln haben. Über das Ohr lernten die Schülerinnen aber auch, wie schnell das Hören zum Problem werden kann, wenn man zu leise spricht, der Mund verdeckt ist oder die Ohren mit einem Kopfhörer zugedeckt sind. So durften ein paar Schülerinnen ausprobieren, wie es ist, wenn man nicht so gut hört. Sie bekamen einen Gehörschutz angelegt und mussten dann hören und zeigen, wo Herr Gsottberger gerade ein Geräusch macht. Dies war keine leichte Aufgabe, weil sie mit Kopfhörer nicht mehr normal hörten.

Am Schluss stellte der Akustikmeister die Frage: „Was machst du, wenn eine Person mit einem Rollstuhl kommt?" Die Antwort der Schülerinnen kam sofort: „Die Tür aufhalten und helfen." Da stellte Herr Gsottberger die zweite Frage: „Und wenn eine Person nicht gut hört?" Die Antwort war schon schwieriger, da man oft gar nicht sieht, ob jemand schlecht hört. Aber natürlich gibt es auch hier Tipps: „Sprich laut und deutlich, aber schreie nicht. Sei geduldig und freundlich und wiederhole deine Worte, wenn jemand dich nicht verstanden hat.

Verdecke nicht deinen Mund, weil auch das Lippenlesen Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung hilft." Jede Schülerin bekam dann noch einen persönlichen kleinen Gehörschutz geschenkt. Mit einem Kanon bedankten sich die Schülerinnen der Gesangsklasse für die schöne und lebendige Gehörstunde von Herrn Gsottberger, dessen Tochter selber unsere Realschule besucht.

Text und Fotos: Helga Wilberg

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