Tag der Begegnung in Reichenbach 2015

Wir die Klasse 8b und 8c besuchten am 10.06 2015 mit vier Lehrkräften die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Reichenbach. Anfangs war den Schülerinnen sehr mulmig zu mute, da viele nicht wussten was auf sie zukommen würde. Manche Schülerinnen hatten Angst, dass die Bewohner Reichenbachs ihnen zu nahe kommen oder sie umarmen wollten.

Als wir ankamen wurden wir recht herzlich von der Sozialpädagogin Doris Zwick begrüßt. Alle versammelten sich im Speisesaal der Belegschaft und wurden mit frischen Brezen verköstigt. Anschließend wurde ein Film gezeigt, in dem der Alltag zweier Bewohner Reichenbachs dargestellt wurde. In dieser Dokumentation sah man, dass das Leben von behinderten Menschen sich gar nicht so von dem unseren unterscheidet, denn auch die Menschen mit Handycap gehen beispielsweise Beziehungen ein oder arbeiten in der hauseigenen Werkstätte.

Nach dem Einblick in das Leben in Reichenbach wurden wir in drei große Gruppen eingeteilt. Uns wurden abwechselnd die Gärtnerei, die Schreinerei, die Wohnbereiche und auch der sogenannte Snoezelenbereich gezeigt. Ganz besonders angetan waren wir von diesem tollen Pavillon, in dem unter anderem eine riesen Hüpfburg und ein großes Bällebad vorhanden waren, in dem wir uns erst einmal gehörig auspowerten. In den Werkstätten zeigten uns die Bewohner ganz stolz ihre Arbeit, die sie den ganzen Tag zu bewältigen haben.

Nach dem Programm machten wir Pause im Innenhof von Reichenbach und dort hatten wir auch Gelegenheit, uns mit den Bewohnern zu unterhalten. Als dann voller Freude Richard (ein Bewohner Reichenbachs) auf uns zugestürmt kam und uns in den Arm nahm, war alle Angst verflogen und wir merkten, dass wir das Highlight des Jahres für die Bewohner Reichenbachs sind und wie schön es ist, den behinderten Menschen einfach einmal eine Freude zu bereiten. Auch unterhielten wir uns mit einem jungen Mann, der im Rollstuhl sitzt. Er erzählte uns viel über sein Leben und konnte auch seine Augen ganz besonders von einer Schülerin nicht lassen, was sehr amüsierte.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Zwick, die den Tag für uns sehr angenehm gestaltet hatte und natürlich auch bei unseren Lehrern, die uns diesen Ausflug ermöglicht hatten. Denn durch diesen Ausflug wurde uns vor Augen geführt, auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und dass es nicht selbstverständlich ist gesund zu sein.

 

Milena Hartmannsgruber, Theresa Wimmer, 8b

mstr 15-06-12