Nochmal Reichanbach

Wie jedes Jahr dürfen die Schülerinnen der 8. Klasse der UR das Haus und die Bewohner der Behinderteneinrichtung in Reichenbach kennenlernen. So fuhren wir am 20.05.2015 nach Reichenbach. Wir wurden sehr freundlich empfangen und uns wurde zuerst erklärt, wie die Einrichtung entstand. Die barmherzigen Brüder haben das Kloster im Jahr 1890 von den Benediktinern übernommen.
Es leben derzeit rund 400 Bewohner im Haus und es gibt viele Freizeitangebote z.B. gibt es jedes Jahr ein Sommerfest oder ein Christkindlmarkt. Ebenso gehen sie in öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, Kino usw. und fahren auch hin und wieder in den Urlaub.
Nachdem die Einführung beendet wurde, wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt die sich jeweils die Wohnungen, Werkstätten und das Snoezelen-Pavillon anschauten. Im Pavillon gibt es eine große Hüpfburg, ein Entspannungsraum, ein Bällebad und vieles mehr. In den verschiedenen Räumen werden die Sinne gestärkt und die Bewohner werden intensiv darauf vorbereitet, da sie vieles nicht richtig wahrnehmen können.
Danach besichtigten wir die Werkstätten, wie beispielsweise die Wäscherei, Gärtnerei oder Schneiderei, in denen die behinderten Menschen selbstständig arbeiten können und dabei Geld verdienen, mit dem sie in den Urlaub oder in die Stadt zum Shoppen fahren können.
Es werden in den verschiedenen Arbeitsbereichen derzeit 216 Personen beschäftigt, die stolz auf ihre Arbeit und ihr Können sind. Im Berufsbildungsbereich lernen sie die Regeln des Arbeitslebens. Wir durften ebenfalls während ihrer Arbeit mit ihnen reden und sie erzählten uns, wie gut es ihnen hier gefalle.
Als letztes wurden uns die Wohnungen der Einwohner gezeigt. Es gibt verschiedene Wohngruppen in denen ca. 10-12 Bewohner leben. Es gibt Einzel- oder Doppelzimmer. Ebenso haben sie eine eigene Küche, in der sie kochen können, oder ein Wohnzimmer in dem sie gemütlich zusammen sitzen können. Das Badezimmer ist je nach Wohngruppe unterschiedlich behindertengerecht gestaltet. Zum Schluss des Tages wurden uns noch die unterschiedlichsten Fragen beantwortet.
Auf der Heimfahrt unterhielten sich viele noch darüber, wie schön die Bewohner dort leben und wie freundlich alle waren. Es war ein wunderschöner Tag und wir freuen uns, wenn wir irgendwann noch einmal dorthin fahren dürfen.


Text: Natalie Kaiser, Julia Geißler, Emily Riedl und Jessica Müller

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