"Wir haben nur eine Erde und die ist für alle da"

- Musical als Kooperationsprojekt MRU und PBS - Fairtrade im Blickpunkt -

Ein brandaktuelles Thema lieferte den Stoff für das diesjährige Kooperationsprojekt der Ursulinenrealschule und der Papst Benedikt Schule: aktiver Umweltschutz und gerechter Welthandel. Verpackt und inszeniert wurde das alles in ein begeistertes und ansteckendes Musik-Tanz-Theater der Klassen 6 d (Ursulinen) und 6 (Papst Benedikt Schule). Hauptverantwortlich zeichneten die Musiklehrkräfte Helga Wilberg und Hugo Hammer sowie Johanna Rauschendorfer mit der Leitung der Integrativband. Um es vorweg zu nehmen: die 46 Mitwirkenden haben eine total ansteckende, super-spitzen-tolle Aufführung geboten mit dem Schlussresümee, dass wir noch etwas tun können, um die Welt zu retten!

Bereits seit 10 Jahren gibt es die Kooperation zwischen der Mädchenrealschule und der Papst Benedikt Schule: ein Jahr lang gibt es Partnerklassen die jede Woche gemeinsam Musikunterricht haben. Zum Jahresmotto wird dann ein Theaterstück entwickelt, fächerübergreifend geschrieben, ein Jahr lang gemeinsam erarbeitet und von den Schüler und Schülerinnen selbst inszeniert. Das Motto war "Wir haben nur eine Erde und die ist für alle da". Dabei ging es um Fair Life, Fair Trade und Fair Future. Also faires Leben und fairer Handel für eine gemeinsame faire Zukunft.

Dafür waren die Ökodedektive ein ganzes Jahr lang unterwegs am Suchen, Schauen, Diskutieren und Planen. Nun zum Ende des Schuljahres wurde das Erarbeitete von den verschiedenen "Abteilungen" präsentiert. Dabei sprachen die beiden Schulleiter Johannes Dieckmann und Klaus Welsch die Begrüßungsworte. Zum Schwitzen, staunen und nachdenken brachten die 46 Darsteller ihre zahlreichen Zuschauer damit, dass sie als Schulklasse - die Schulabteilung - im Jahre 2015 im Unterricht den Klimawandel und ungerechten Welthandel lernten. Das führte bei den Zwillingen in der Klasse zu Albträumen, die sie dann der Klasse mit engagiertem schauspielerischem Talent mitteilten.

Sie waren ihre eigene Urenkelin im Jahr 2075 und die Welt hatte sich völlig verändert. Parallel zu den Erzählungen "spielten" andere Schüler und Schülerinnen diese Veränderungen. Die Klasse war jedenfalls sehr betroffen von den Träumen. Und ehrlich gesagt die Omas auch, denn immer wieder kam es ganz vorwurfsvoll "Oma, das war nicht fair von dir". Natürlich gab es auch immer wieder etwas zu lachen, wenn beispielsweise der Herr Schuldirektor Welsch ins Klassenzimmer kam um nachzuschauen, weil er von den schlimmen Albträumen gehört hatte. Kreativ und einfallsreich wurden die verschiedenen Szenen von den "Traumdarstellern" aus der Traumabteilung gespielt und gezeigt. Für Furore sorgte immer wieder die Bandabteilung mit ihrer fetzigen Musik. Hoheitsvoller ging es bei der Flugabteilung mit den feschen Stewardessen, Pilot und den Technikmitarbeitern zu.

Schlussendlich, als die Traumerzählung aus war und der Wecker geklingelt hatte, wurde im Biologieunterricht durch die Klasse überlegt, was sie aktiv für den Umweltschutz und den gerechten Welthandel tun könnten. In diese Überlegungen wurde auch das Publikum mit integriert: "Wir wollen die Welt retten, aber wie sollen wir es anstellen?". Einige Ideen waren der Einkauf im Fairtrade Laden, mehr mit dem Fahrrad fahren, auf das Fairtrade Siegel schauen, Recycling Papier verwenden und verschiedenes mehr. Dann würde es auch ganz viel Spaß auf der Weltretterparty geben. Und das zeigten die Schauspieler mit einer lustigen Polonaise quer durchs Publikum, aber auch mit dem großen Welt-Wasserballspiel durch die Zuschauerreihen. Das Schlussresümee war jedenfalls: "Es ist noch nicht zu spät - wir haben erst 2015. Wir können noch was tun". Nun hatten die Gäste Gelegenheit, sich an den Ausstellungen und Ständen zu informieren. Der Fairtradeladen NONO hatte geöffnet und der Kleine Weltladen Mitterfels sowie die Greenpeace Gruppe Straubing waren mit einem Stand vertreten. Einen Rückblick auf das, was im letzten Jahr bewegt wurde gab das Fairtrade-Schulteam mit Lehrer Emmeram Strohmeier. Und Maria Birkeneder warb für die Unterstützung von Schülern in Bolivien, denn "Bildung weltweit wäre auch eine faire Sache".

Text und Fotos: Irmgard Hilmer

Weitere Fotos: Nicola Hirschberger

 

mstr 15-07-09