„Ende gut – alles Blut“

Das Straubinger Tagblatt berichtet:

 

Unterhaltsame Krimi-Komödie der Ursulinen-Realschule

 

Die Theatergruppe „Spielfreu(n)de" der Ursulinen-Realschule hat in der Turnhalle die Krimi-Komödie, „Ende gut – alles Blut" aus eigener Feder und Inszenierung aufgeführt. Die Theatergruppe verschaffte den Gästen einen interessanten Abend, an dem es gleich zwei Fälle zu lösen galt. Das Stück rankte sich einerseits um Straubings fünfte Jahreszeit, das Gäubodenvolksfest, und zum anderen um den Fair-Trade-Laden, der in die Papier AG der Ursulinen-Realschule integriert ist und von Emmeram Strohmeier betreut wird.

 

Blutig wird's allemal, versprach Schulleiter Johannes Dieckmann einen interessanten Theaterabend. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass seine Person ebenfalls in die Krimi-Komödie eingebaut war. Einen besonderen Dank richtete Dieckmann an Nicola Hirschberger und Eleonora Riccadona, denn bei ihnen liefen alle Fäden der Krimi-Komödie zusammen.
Zunächst wurden alle Akteure der Theatergruppe vorgestellt, die im übrigen auch das Drehbuch für ihre Krimi-Komödie selbst geschrieben haben. Den Personen wurden klang- und phantasievolle Namen verliehen. So konkurrierten die Hobbydetektivinnen Nullkommanix und Hinterlix um die Lösung der Fälle. Heidi Klumpen, die vollschlanke Seiltänzerin, und die Clowns Krumm und Krümmer gerieten ebenfalls in Visier der Ermittler. Wichtige Rollen spielten auch Mister X, Mitarbeiter der Geisterbahn mit zwielichtiger Vergangenheit, und Harry Überschall, der Tontechniker.
Frau Klein organisiert eine Geburtstagsüberraschung für ihre Enkelinnen. Krumm und Krümmer wirbeln mit ihrer Zaubershow über die Bühne, doch Saprima und Satoll finden es wie immer langweilig. Immer wieder verschwinden Mädchen, vornehmlich Ursulinenschülerinnen, in der Geisterbahn von Frau Klein. Die Akteure warten mit tollen Showeffekten, Blutspritzern an der Wand und Wasserspritzern fürs Publikum auf.
Am Eingang zum Zirkusbierzelt sitzt eine Dame mit ihrem Papagei am Kassenhäuschen und kassiert den Eintritt. Da aber diese Tätigkeit so langweilig ist, hört sie gerne Musik. Harry Überschall und sein Freund Tom Carport reparieren ihren kaputten Kopfhörer. Währenddessen verschwindet in einem unbedachten Moment die Kasse mit den Einnahmen der Nachmittagsvorstellung. Nun gilt es zwei Fälle zu lösen: Wohin verschwinden die Mädchen und wer hat die Geldkasse gestohlen? Die Hobbydetektivinnen machen sich ans Werk und befragen Zeugen und verdächtige Personen.
Der Fair-Trade-Laden von Em Strohmeier spielte eine zentrale Rolle im Krimi der Theatergruppe und war auch ins Bühnenbild integriert. Denn seine Mutter kommt mit den Einnahmen aus der Geisterbahn kaum über die Runden und „leiht" sich deshalb die Einnahmen aus der Nachmittagsvorstellung, um die Clowns für ihre Enkelinnen zu bezahlen.
Die Hobbydetektivinnen haben die kurzsichtige Oma entlarvt, die sich selbst verraten hat. Und das Verschwinden der Ursulinenschülerinnen konnte auch ganz schnell aufgeklärt werden: Da der Verkauf beim Fair-Trade-Laden von Em Strohmeier super läuft, kam der Chef mit dem Auffüllen und Vorbereiten der Verkaufstüten nicht hinterher, so dass Frau Klein kurzerhand die Schülerinnen zur Mithilfe requirierte, um ihren Sohn zu entlasten.
In der Pause gab es viele tolle Sachen aus dem Fair-Trade-Kiosk zu kaufen, das Eis war natürlich besonders begehrt. Die Unterstufenband „FiveUp" begleitete die Krimi- Komödie mit passenden Liedern. Beim Schlusslied feierten die Schauspielerinnen ausgelassen ihren Erfolg. -eam-

 

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Fotos: Johannes Geser