„Jeder ist Teil unseres Puzzles“

Das Straubinger Tagblatt berichtet:

 

112 Absolventinnen an der Ursulinenrealschule – Traumnote 1,0 für Teresa Wanninger

 

Das Puzzle hat sich heute vervollständigt – das war der rote Faden, der sich durch die Abschlussfeier von 112 Absolventinnen an der Ursulinenrealschule zog. Schulleiter Johannes Dieckmann ermunterte die jungen Frauen, ihre Talente sinnvoll einzusetzen. Note 1 mit Stern haben der berührende Gottesdienst und die fetzige Musik verdient, die als Höhepunkte der festlichen Stunden mit vielen herzlichen Wünschen und guten Ratschlägen in Erinnerung bleiben werden.

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Ursulinenkirche, den Pfarrer Leo Heinrich zelebrierte und die Schülerinnen musikalisch und mit Texten gestalteten. Bereits hier begann das Puzzle- Motto. Nach einem Sektempfang in der Aula fanden sich die festlich gekleideten jungen Frauen gemeinsam mit ihren Gästen in der blumengeschmückten Turnhalle ein. Hier sprach stellvertretender Schulleiter Wolfgang Zankl einen Willkommensgruß und zitierte Zeugnisbemerkungen der 112 „höchst talentierten Absolventinnen". Die unterschiedlichen Gefühle des ersten Schultages ließen die Schülersprecherinnen Eva Fürst und Pia Schmalhofer Revue passieren. „Jeder ist Teil unseres Puzzles" meinten sie. Alle Absolventinnen haben einen Ausbildungsplatz oder gehen auf weiterführende oder berufsbildende Schulen. Herzliche Dankesworte erhielten die frühere Schulleiterin Sr. Daniela Fuchs, Rektor Johannes Dieckmann und das Lehrerkollegium sowie die Eltern.
Segel richtig setzen
Stadtrat Peter Mittermeier zitierte Aristoteles: „Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen". Die Ursulinenschülerinnen hätten gelernt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Sie sollten sich jetzt realistische Ziele setzen, um mit dem Lebensschiff Klippen zu umsegeln. Die Grüße von Landrat Josef Laumer und dem Kreistag überbrachte stellvertretende Landrätin Barbara Unger, die ein großes Kompliment für die musikalischen Darbietungen aussprach. Mit dem „Traum des kleinen Prinzen" zeigte sie auf, wie unterschiedlich Perspektiven sein können.
Elternbeiratsvorsitzender Klaus Müller ging auf das „Leben an Bord des Ursulinenschiffes" ein, das nun in den Zielhafen eingelaufen ist. „Jetzt wird die Heuer ausgezahlt" meinte er und packte einen Seesack aus, der sich im Laufe der Jahre gefüllt hat. „Euer Schiff zählt zur Nobelklasse und hält höchsten Ansprüchen stand", betonte er und versicherte den Absolventinnen, dass sie mit ihrer Ausbildung auf jedem Schiff der Welt anheuern können. „Vielleicht ein Stück vom Himmel" als Geschichte über ein fehlendes Puzzlestück, die Johann Simmel, Mitglied des Fördervereins erzählte, passte genau zum Motto.
Talente nutzen
Schulleiter Johannes Dieckmann betonte, dass die gesamte Schulfamilie stolz auf die Zehntklässlerinnen sei, die alle bestanden haben. „Nutze die Talente, die du hast. Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel singen würden" sagte er und ermunterte die jungen Frauen, ihre Talente neu zu beweisen und einzusetzen. „Seid immer offen für Neues und wenn ihr strauchelt, habt den Mut und steht auf und fangt wieder neu an", so der Rat des Schulleiters.
Zwischen den Reden gab es ein kurzweiliges Musikprogramm von Schülerinnen und Lehrer Emmeram Strohmeier mit der Schulband „junto". Ein Glanzlicht war „KoStro & friends", bei dem die Klassleiter der Abschlussklassen „Ahnungslos" zum Besten gaben, das Publikum begeistert mitmachte und Zugaben forderte. Die Übergabe der Zeugnisse der Mittleren Reife wurde mit Musik untermalt. Besonders freuen durften sich 13 junge Frauen mit einem Schnitt von 1,0 bis 1,5: Teresa Wanninger, Franziska Petsch, Giulia Haug, Stefanie Schmidt, Veronika Weinzierl, Barbara Bauer, Sabrina Britzki, Tamara Kiefl, Eva Kiermeier, Kerstin Wolf, Verena Engl, Natalie Kötterl und Laura Arnold. -ih-

 

Auf dem Bild die geehrten Schülerinnen, Schulsprecherinnen,

Geschäftsführer Wolfgang Ernst von der Ursulinenschulstiftung, Konrektor Wolfgang Zankl, Fördervereinsmitglied Johann Simmel, Stiftungsvorsitzende Sr. Gabriele Heigl, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Brigitte Bachner, Elternbeiratsvorsitzender Klaus Müller, stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Rektor Johannes Dieckmann und Stadtrat Peter Mittermeier.

Vom Glück des Traumberufs

Die 16-jährige Eva Fürst aus Hofdorf hat ihre Mittlere Reife an der Ursulinen-Realschule gemacht: „Ich schaue mit einem weinenden und lachenden Auge zurück auf die letzten sechs Jahre hier an der Ursulinenrealschule. Natürlich freue ich mich, dass ich jetzt mein Abschlusszeugnis in der Tasche habe, aber es heißt auch von so vielem liebgewonnenen Abschied zu nehmen. Dazu gehört neben den Klassenkameradinnen und Lehrern auch unsere Papier AG und die Fairtrade-Projektgruppe. Da habe ich mich total gerne engagiert und auch sehr viel gelernt. Nun gibt es neue Herausforderungen für mich. Ich habe das große Glück, dass ich meinen Traumberuf erlernen darf. Ab 1. Oktober beginne ich meine Ausbildung zur Krankenschwester am Klinikum Sankt Elisabeth. Und darauf freue ich mich schon sehr." - ih -

 

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