Ein Sommernachtstraum... im Herbst

 

Konzi kommentiert...

 

Der Entschluss der Schule, sich mit allen neunten und zehnten Klassen im Theater am Hagen „Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare anzusehen, war in meinen Augen eine gute Idee. Das Stück war, einer Komödie entsprechend, lustig. Allein wegen der guten Inszenierung der Schauspieler war es auf jeden Fall wert, den Schultag dafür zu opfern. Vereinzelt hörte man im Publikum Lacher, als z. B. die Figur „Puck" zum ersten Mal unerwartet dem Schnurren einer Katze ähnliche Geräusche von sich gab. Auch konnten die ein oder anderen männlichen Elfen, welche - mit Verlaub - einer Elfe eher unähnlich waren, durch ihr schauspielerisches Talent überzeugen. Die Geschichte an sich ist eher etwas untypisch für die damalige Epoche. Normal für diese Zeit waren Trauerspiele, in denen die Figuren oftmals an ihrem auferlegten Schicksal zerbrechen. Die Handlung von „Ein Sommernachtstraum" hingegen wird trotz der Missgeschicke und Hinterlisten von „Puck", „Oberon" und „Helena", die ihre Freundin „Hermia" verrät, relativ positiv aufgefasst. Dies mag auch am sogenannten „Friede Freude Eierkuchen"- Ende liegen. Alle Charaktere haben am Schluss ihren Willen bekommen, aber so, dass niemand dabei groß zu Schaden kam. Doch genau das macht die Stücke Shakespeares so einzigartig und bewundernswert. Am Schluss zu erwähnen ist die Notwendigkeit, der heutigen Jugend etwas Kultur und Allgemeinbildung offenzulegen. Was könnte sich hierfür besser eignen als ein guter, alter Klassiker?

 

Konstanze Hierl, Klasse 10d

 

2015-10-25 Hs