Politik macht Schule

MdL Hans Ritt in der Klasse 10a mit 31 Schülerinnen des naturwissenschaftlichen Zweigs an der Ursulinenrealschule.

MdL Ritt an der Ursulinenrealschule

Politikverdrossenheit ist ein leidiges Phänomen, das gerade auch bei jungen Menschen erkennbar ist. Deshalb kam am „Tag der Freien Schulen" die Aktion „Politik macht Schule – Abgeordnete schenken eine Unterrichtsstunde" vom Verband Bayerischer Privatschule, dem Katholischen Schulwerk in Bayern und der Evangelischen Schulstiftung in Bayern gerade recht. Die Ursulinenrealschule mit Schulleiter Johannes Dieckmann und Lehrerin Gabriele Ströher nutzte die Möglichkeit und lud MdL Hans Ritt ein. Er stand in zwei Unterrichtsstunden zwei zehnten Klassen Rede und Antwort. Dabei versuchte er, die Schülerinnen für ein politisches Engagement zu begeistern. „Wir brauchen viel mehr Frauen in der Politik" betonte Ritt und begründete dies damit, dass der repräsentative Querschnitt in der Bevölkerung gegeben sein soll. So plädiere er auch für mehr Vertreter aus dem Handwerk und Arbeiter im Bayerischen Landtag. „Macht den Mund auf, bringt euch ein. Es ist das Privileg der Jugend, dass sie mit ihren Fragen und Meinungen auch provozieren darf", ermunterte Ritt die Jugendlichen. Neben der Beantwortung der Fragerunde, der er sich gesprächsbereit rund um sein Berufsund Alltagsleben mit Landtagsmandat, die Familie, Vereine und Freizeit stellt, lagen ihm zwei große Themen besonders am Herzen: Die Migration von Flüchtlingen und Asylsuchenden sowie die Energiewende. Die Schülerinnen äußerten sich positiv zu der politischen Abwechslung im Unterrichtsgeschehen: „Das war sehr informativ. Ich fand das gut", war zu hören. Und auch, dass sie nicht gedacht habe, dass der geschilderte Tagesablauf im Beruf eines Landtagsabgeordneten „so stressig sein kann". -ih-

 

Straubinger Tagblatt vom 10. März 2016

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