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Lesehunger erwachte beim Vorlesewettbewerb

 

„Ja, das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und mich da hineinschnupperte... In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert."

So beschreibt Astrid Lindgren ihr erstes Buchgeschenk und auch die Sechstklässlerinnen der Ursulinen Realschule wurden zu Beginn des Vorlesewettbewerbs an ihr erstes, eigenes Buch, das sie gelesen haben, erinnert. Gemeinsam durften die Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe ein Leseabenteuer erleben: den Schulentscheid im Rahmen des 58. bundesweiten Vorlesewettbewerbs. Dabei konnten die Mädchen kaum glauben, dass mehr als 600 000 Kinder aller Schularten an dieser ältesten und größten Leseförderaktion Deutschlands teilnehmen und die Ursulinen Realschule eine von rund 7200 Schulen ist.

Mitgemacht haben alle Schülerinnen, nämlich im Klassenentscheid. Und das ist bekanntlich wichtiger, als zu gewinnen. Dennoch musste im Schulentscheid die Schulsiegerin aus den zehn besten Leserinnen der fünf sechsten Klassen ermittelt werden. Die Deutschlehrkräfte der Sechstklässlerinnen bewerteten die Leseleistungen und wurden von der erfahrenen, ehemaligen Deutschlehrerin Frau Ströher unterstützt.
Während sich die Mitschülerinnen in Decken kuscheln konnten, lauschten sie den Klassensiegerinnen, die ein ihnen bekanntes Buch vorgestellt und daraus vorgelesen haben. Angesichts der großen Bandbreite an humorvollen, abenteuerlichen oder spannenden Geschichten erwachte bei so mancher Zuhörerin der Lesehunger und der Weihnachtswunsch nach einem vorgestellten Buch.

Den Bewertenden fiel es sichtlich schwer, aus den begabten Vorleserinnen die drei besten auszuwählen. Nichtsdestotrotz gelang es drei Mädchen besonders, die Zuhörerinnen „mitzunehmen" und die Stimmung im Buch lebendig zu vermitteln. Zudem überzeugten sie sowohl durch flüssiges Lesen und eine deutliche Aussprache als auch durch ein angemessenes Tempo und eine sinngemäße Betonung. Die drei besten Leserinnen standen im Anschluss vor der Herausforderung, aus einem unbekannten Buch vorzulesen. Dies meisterte Marlene Regensburger mit Bravour und wurde aufgrund ihrer ausgesprochenen Leseleistung zur Schulsiegerin ernannt.

Alle Klassensiegerinnen erhielten dank der Spende der Papier AG und Herrn Strohmeier einen Nikolaus aus dem Eine-Welt-Kiosk „Nono", die Zweitplatzierten freuten sich über eine faire Weihnachtsschokoladentafel und Marlene Regensburger wird als Schulsiegerin ihren Lesehunger mit einem Buchgeschenk stillen können. Sie vertritt die Ursulinen Realschule beim Stadtentscheid Anfang des kommenden Jahres. Dazu sind alle Leseabenteuerlustigen herzlich eingeladen.

 

scu 16-11-28