Hightech in zeitgemäßen Räumen

Um- und Neubau der Ursulinen-Realschule schaffen beste Voraussetzungen fürs Lernen

Aus dem Straubinger Tagblatt

„Nach 20 Jahren ohne Baustelle. Und endlich alle Räume, die benötigt werden", freut sich Konrektor Wolfgang Zankl. Für das Kloster der Ursulinen konnte in diesen Tagen der fünfte Bauabschnitt an der Realschule abgeschlossen werden und ein von Herzen kommendes „Gott sei Dank" von Oberin Sr. Ursula Wagner drückt die Dankbarkeit für eine unfallfreie Bauzeit und ein bestens gelungenes Gesamtkonzept aus. Neben der Generalsanierung des ältesten Gebäudekomplexes war nun die Innenhofgestaltung das i-Tüpfelchen. Die Kosten für diesen letzten Bauabschnitt von 7,5 Millionen Euro fügen sich in den Gesamtkostenaufwand von 20 Millionen Euro für die moderne und helle Mädchenrealschule ein.

„Was lange währt, wird endlich gut." Dieses alte Sprichwort darf man für die Ursulinen-Realschule gut und gerne anwenden. Seit zwei Jahrzehnten waren immer wieder die Handwerker am Werk, um abzureißen, neu zu bauen oder zu sanieren. All das war sowohl für die Lehrer als auch für die Schülerinnen mit diversen Einschränkungen und Lärm verbunden. Teilweise gab es „Wanderklassen" die je nach Baufortschritt in die jeweils freien Klassenzimmer umzogen.

Nun aber ist es geschafft, und das Lehren und Lernen in den modernen Zimmern machen nun riesigen Spaß. Im fünften Bauabschnitt wurde das älteste Gebäude komplett saniert. Klassenräume wurden neu eingeteilt und renoviert. Auch ein Chemiesaal und ein Mehrzweckraum wurden neu geschaffen. „Vor allem der Mehrzweckraum ist bei den Schülerinnen sehr beliebt", erklärt Wolfgang Zankl. In den Fächern Biologie, Chemie und Physik können hier Schülerübungen in bester Hightech-Ausstattung gemacht werden.Bereits im vorhergehenden vierten Bauabschnitt waren die Räume für die naturwissenschaftlichen Fächer mit zwei Physiksälen und einem Biologiesaal und den dazugehörigen Vorbereitungsräumen neu gebaut und nach neuestem Stand ausgestattet worden. Dass die Fachräume mit Beamer, Apple-TV und Internet ausgestattet sind, lässt einen zeitgemäßen Unterricht zu. Ein neuer Aufzug ermöglicht Rollstuhlfahrern den Besuch der behindertengerechten Schule.

„Das i-Tüpfelchen zum Abschluss des Gesamtkonzeptes war nun die Innenhofgestaltung", betont Konrektor Zankl. Hier wurden verschiedene Bereiche gestaltet: „die blaue Lagune" als Ruhebereich; der gelbe „Unruhebereich", in dem Aktion angesagt ist, und die heiß begehrte Boulderwand, die überdacht ist und auch bei schlechtem Wetter für Sportlichkeit sorgt.

„Der Pausenhof wird hervorragend angenommen und sehr gut genutzt", berichtet Oberin Sr. Ursula Wagner. Sie freut sich, wenn im Laufe der Zeit die Hochbeetkästen ihr Grün zeigen und auch Bäume für Schatten sorgen werden. Dass beim Eingang vom Stadtgraben her auch für einen überdachten Fahrradständer sowie vom Musiksaal aus für eine Terrassenbühne gesorgt wurde, kommt den Schülerinnen zugute. Insgesamt schwärmen sie von ihrer „neuen Schule": hell, modern und sehr sauber nennen sie als besondere Merkmale. Lehrer und Schülerinnen fühlen sich gleichermaßen wohl an der Schule, die von 750 Mädchen aller Glaubensrichtungen in 28 Klassen besucht wird und an der 50 Lehrer unter der Trägerschaft der Ursulinen-Schulstiftung unterrichten.

Dieser letzte Bauabschnitt kostet rund 7,5 Millionen Euro, von denen 4,2 Millionen als zuschussfähige Kosten gelten. Von diesen übernehmen die Stadt und der Landkreis jeweils zehn Prozent, die Regierung 50 Prozent und die Diözese Regensburg neun Prozent. Oberin Sr. Ursula Wagner blickt zurück auf das Gesamtkonzept: Vor zwei Jahrzehnten hat dies im Bauabschnitt I mit dem Abriss der Turnhalle begonnen und es entstand ein neues Schulgebäude. Im Bauabschnitt II wurde das Gebäude A saniert, und im Bauabschnitt III die Aula gebaut, welche die beiden Schulgebäude A und B verbindet.
Der Bauabschnitt IV ist der Neubau C entlang des Stadtgrabens, der wiederum A und B verbindet und vorwiegend die naturwissenschaftlichen Räume beherbergt. Alle fünf Bauabschnitte haben ein Kostenvolumen von insgesamt 20 Millionen
Euro. -ih-

 

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