„Leinen los auf der MS Zukunft“

Mit berechtigtem Stolz freuten sich die Einser-Schülerinnen an der Ursulinenrealschule über die Geschenkübergabe zu den ausgezeichneten Noten und Preisen mit (hintere Reihe, v.l.) Bürgermeister Hans Lohmeier, Sr. Ursula Wagner, Konrektor Johannes Geser, Elternbeiratsvorsitzenden Klaus Müller, Fördervereinsmitglied Sylvia Becher, Geschäftsführer der Schulstiftung Wolfgang Ernst, Stiftungsvorsitzender Sr. Gabriele Heigl und stellvertretender Landrätin Barbara Unger.

Das Straubinger Tagblatt berichtet:

132 Absolventinnen an der Ursulinenrealschule – Ehrungen für die Besten

„Heute geht ihr auf große Fahrt und wir sind alle gekommen, um diesen Tagmit Euch zu feiern", sagte Sr. Ursula Wagner im Namen der Schulleitung an der Ursulinenrealschule am Freitagnachmittag bei der Abschlussfeier in der schuleigenen Turnhalle. Vorausgegangen war ein feierlicher Gottesdienst.

„Es freut mich, dass sich heute so viele Gäste in der Ursulinen-Werft eingefunden haben, denn heute wollen wir nach sechsjähriger Bauzeit das Schiff unserer 10. Klassen, die MS Zukunft, vom Stapel laufen lassen", sagte Konrektor Johannes Geser. Zu den Mädchen, die dieses Schiff gebaut haben, sagte er: „Ihr habt nicht nur das Schiff gebaut. Ihr werdet es – mit Gottes Hilfe – nach jeder Fahrt wieder in einen sicheren Hafen bringen."
Mit tränenerstickter Stimme ließ Chiara Jeserer als Schülersprecherin die sechs Jahre Revue passieren, in der die Schifffahrt mit immer höher werdenden Wellen in rasanter Fahrt in Richtung Abschluss ging. Ein großes Dankeschön richtete sie an Lehrer und Eltern.
Über den sicheren Ursulinenhafen und die Gemeinschaft sprach Bürgermeister Hans Lohmeier. Jetzt werde aufs freie Meer gesegelt und Seeräuber oder Klippen könnten einen Schiffbruch auslösen. „Hindernisse wird es immer wieder geben, die überwunden werden müssen." Stellvertretende Landrätin Barbara Unger erinnerte bei ihrer Ansprache an den Spruch auf der Einladung: „Bleibt auf dem alten Weg und lebt ein neues Leben." Sie meinte, dass damit ein „bewährter Weg" gemeint ist, mit Fleiß, Beharrlichkeit, Zielstrebigkeit, Glaube, Achtung und verschiedenem mehr, das man hier an der Schule gelernt habe.
Elternbeiratsvorsitzender Klaus Müller gratulierte im Namen der Eltern und gestand, dass bei ihm ein lachendes und weinendes Auge dabei seien: lachend, weil seine Tochter zu den Absolventinnen gehört, und weinend, weil auch seine Zeit als Elternbeiratsvorsitzender zu Ende geht. Als Mitglied des Fördervereins sprach Sylvia Becher, sie ermutigte die Mädchen mit einem „Ihr schafft es" und versicherte ihnen: „Ihr seid wertvoll".
Die Schulband „Junto" brillierte ebenso wie „KoStro&friends", das „LKS_Ensemble" und die Schülerinnen Rebekka Karl, Elena Kerscher und Maria Kerschl. Emmeram Strohmeier und Helga Wilberg zeichneten sich hauptverantwortlich für den musikalischen Part.
Sr. Ursula Wagner erklärte ihre eigene Überraschung, dass sie nun plötzlich auf der Kommandobrücke der Ursulinenrealschule steht und übermittelte die herzlichen Grüße vom erkrankten Konrektor Wolfgang Zankl. Auch sie griff das Motto „Leinen los" auf und bescheinigte seitens der Schule die Eintrittskarte für das Berufsleben oder eine weiterführende Schule. Sie schloss mit dem Gedicht von Jürgen Werth „Vergiss es nie: dass du lebst, war keine eigene Idee".
Die Übergabe der Zeugnisse der Mittleren Reife wurde mit Musik untermalt. Besonders freuen durften sich sieben junge Frauen mit einem Schnitt von 1,0 bis 1,5: Magdalena Heimerl, Theresa Wimmer, Laura Tosch, Selina Zhabollaj, Maria Karl, Katja Ziegler und Simone Kautnick. Abschließend wurde ein Preis der Deutsch-Französischen Gesellschaft Regensburg vergeben, den Evelyn Ohl gewonnen hat. Die Bayernhymne beendete die gemeinsame Feier. -ih-

Studium der Geschichte oder Lehramt

Zoe Werner, 17 Jahre aus Straubing, Absolventin an der Ursulinenrealschule: „Mir fällt der Abschied sehr schwer, nicht zuletzt, weil es so familiär ist bei den Ursulinen. Das zeichnet meiner Meinung nach die Schule ganz besonders aus, denn es wird hier nicht nur unterrichtet, sondern man kann auch mit allen Problemen kommen. Dabei möchte ich vor allem der Sekretärin Sylvia Becher herzlich danken. Ich habe mich sehr gerne bei der Papier AG im Fairtrade-Team engagiert, weil ich davon überzeugt bin. Wenn ich auf meine Schulzeit zurückschaue, bin ich sehr froh, dass ich auf die Ursulinenrealschule gehen durfte. Und jetzt wechsle ich auf das Ursulinengymnasium und möchte das Abitur machen. Später könnte ich mir ein Studium in Geschichte oder Lehramt vorstellen, aber auch eine Laufbahn im gehobenen Dienst der Polizei. Aber bis dahin ist ja noch Zeit, da könnte sich ja noch was ändern." -ih-

 

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