Die Schneeflocke, die nicht schmelzen konnte

 

In dem diesjährigen Weihnachtstheaterstück der Spielfreu(n)de, das auch für die Jüngsten der Ursulinen Realschule gespielt und musikalisch von Strupf sowie den Gesangsklassen 5a und 5b umrahmt wurde, drehte sich alles um eine ganz besondere Schneeflocke, die einfach nicht aufhören konnte zu tanzen und es daher versäumt hat, wie ihre Geschwisterschneeflocken wieder zu schmelzen.

Daher begab sich die besagte Schneeflocke auf den Weg, um herauszufinden, wie sie zu Wasser werden kann. Allerdings traf sie in der Stadt auf eine sehr beschäftigte Familie im Weihnachtsstress, die einfach keine Zeit hatte, sich die Sorgen der kleinen Schneeflocke anzuhören, da sie die restlichen Geschenke besorgen musste.

Auf der Straße versuchten dann zwei Musiker, die Schneeflocke mit ihrem Gesang aufzuwärmen, wobei der eine Straßenmusiker auch nicht genau wusste, wie man schmilzt, er kenne nur Schmelzkäse. Das gemeinsam gesungene Lied „Schneeflöckchen Weißröckchen" half also auch nicht weiter, weil es ja draußen recht kalt war.

So musste das Schneeflöckchen weitersuchen und begegnete zwei Bankräubern, die dem Anschein nach mehr Zeit hatten. Aber diese erschreckten bei dem Anblick des Geschöpfes so sehr, dass sie alles stehen und liegen ließen und Hals über Kopf verschwanden.

Schließlich landete die kleine Schneeflocke vor einem Haus, in dem Susi mit ihrer Mutter wohnte. Dort wurde sie sehr herzlich aufgenommen und eingeladen, Weihnachten mitzufeiern. Kurzerhand steckte Susis hilfsbereite Mutter die kalte Schneeflocke hinter den Ofen, gab ihr eine Decke und Susis Kleidung zum Aufwärmen.

Und siehe da... es blieb nur noch Wasser zurück und ein Schild, auf dem „Frohe Weihnachten" stand. Nachdem ein Jahr vergangen war, blieb wieder nur eine Schneeflocke übrig, die am Ende alle Fünftklässlerinnen erwartungsvoll fragte: „Wisst ihr vielleicht, wie ich schmelzen kann?"

 

 

17-12-18 scu