Interview mit einer EM-Teilnehmerin

Valbona Ismaili besucht derzeit die Klasse 10b der Ursulinen Realschule. Obwohl sie kurz vor ihrem Abschluss steht war sie vom 10.4. bis 21.4 in Bulgarien, genauer gesagt in Sofia, als Spielerin des deutschen Volleyballkaders bei der U17 Europameisterschaft.
Im Rahmen des Sportunterrichts stellte sich die Diagonalspielerin den folgenden elf Fragen.

 

1. Wie lang spielst du bereits Volleyball und in welchem Verein bist du aktiv?


Valbona: Ich spiele seit fünf Jahren beim FTSV-Straubing und seit September auch bei NawaRo.


2. Wie oft hast du Training?


Valbona: Bis zu vier mal in der Woche.


3. Seit wann spielst du für die Nationalmannschaft und wie ist die Berufung abgelaufen?


Valbona: Seit Ende 2016. Meine Trainerin stellte mich beim Bundestrainer vor. Nach mehreren Sichtungslehrgängen (u.a. in Straubing, Berlin und Italien) wurde ich in den Kader berufen.


4. Wie lief die Genehmigung der Schule ab um an der EM teilnehmen zu können?


Valbona: Mein Bundestrainer rief bei Schwester Ursula an und schickte ihr Unterlagen zum Kader und den genauen Ablauf. Das hat gereicht.


5. Wie viele Mannschaften nahmen bei der EM Teil und welchen Platz habt ihr belegt?


Valbona: Insgesamt waren es zwölf Mannschaften und wir belegten den 7. Platz


6. Aus wie vielen Personen bestand euer Team bei der EM?


Valbona: Wir waren zwölf Spielerinnnen und fünf Betreuer (Trainer, Co-Trainier, Teammanager, Physiotherapeut und Scout).


7. Habt ihr auch einen Ernährungsberater, bzw. musst du auf der Ernährung besonderes achten?


Valbona: Seit ich in der Nationalmannschaft spiele, bekomme ich Ernährungspläne: möglichst viel Obst und Gemüse essen, keine Fertigprodukte und nach dem Training Kohlenhydrate, sind einige der Anforderungen.


8. Wie sah dein Tagesablauf in Sofia aus und wo hast du gewohnt?


Valbona: Zwischen sieben und acht Aufstehen und Frühstücken. Anschließend Videoanalyse und Training. Nach der Mittagspause ging es bereits in die Halle, um sich auf das Spiel vorzubereiten. Und nach dem Abendessen dann ins Bett. Untergebracht waren wir in Doppelzimmern im Hotel Vita Park.


9. Wie war es für dich den Unterrichtsstoff nachzuholen?


Valbona: Heftig. Vor allem die ganzen Schulaufgaben in kurzer Zeit nach zuschreiben.


10. Bekommst du für deine Spielertätigkeit irgendwelche Leistungen?


Valbona: Also Geld dafür bekomme ich nicht. Wir bekommen die Trainingsausrüstung gestellt und Hotel, Flug etc. wird uns bezahlt.


11. Wie schauen deine Zukunftspläne nach dem Realschulabschluss aus?


Valbona: Eigentlich wollte ich auf die FOS gehen. Aber ich habe bereits Angebote für Sportinternate erhalten. Dort kann ich mein ABI machen und gleichzeitig professionell Volleyball spielen.

 

Wir wünschen Valbona Ismaili weiterhin viel Erfolg und hoffen sie irgendwann in der 1. Bundesliga spielen zu sehen.

 

Bild und Text: Katharina Schlosser

 

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