„Im Labyrinth immer Ziel vor Augen“

119 Absolventinnen an der Ursulinenrealschule – Ehrungen für die Besten

Das Straubinger Tagblatt berichtet:

„Sie sollen versuchen, Eintracht und Frieden zu halten, wo immer sie sind", zitierte Schulleiterin Sr. Ursula Wagner die heilige Angela Merici und gab diesen Wunsch an die 119 Absolventinnen an der Ursulinenrealschule weiter. In der schuleigenen Turnhalle war am Freitag die Abschlussfeier unter dem Motto „Labyrinth – Immer ein Ziel vor Augen". Vorausgegangen war ein feierlicher Gottesdienst.
Die Ursulinenkirche war voll besetzt, als P. Philipp Schmidbauer O.Praem beim Abschlussgottesdienst der zehnten Klassen das „Endlich geschafft" der Schülerinnen aufgriff, das mit einem Danke verbunden war. Musikalisch zog die Schulband Junto mit Musiklehrer Emmeram Strohmeier alle Register ihres Könnens bei der Gestaltung der Liturgiefeier.
Nach dem Sektempfang in der
Aula sprach Konrektor Johannes Geser den Willkommensgruß zum Abschluss im Ursulinen-Realschul- Labyrinth, zu dem viele Gäste gekommen waren. Und er warf die Frage nach dem Unterschied zwischen Labyrinth und Irrgarten in den Raum.
„Ein Irrgarten hat das Ziel, Menschen in die Irre zu führen. Es gibt verschiedene Wege hinein und heraus, nicht alle führen aber ans Ziel", habe ihm die sehr erfahrene Führerin durch das Schullabyrinth, die ehemalige Rektorin Sr. Daniela Fuchs, vor Jahren erklärt. In einem Labyrinth hingegen gibt es nur einen einzigen Weg. Abzweigungen mögen zwar zu Sackgassen führen, aber letztendlich ist der Weg immer richtig.
Franziska Reitmaier und Julia Schneider blickten als Schülersprecherinnen kurzweilig auf die Spurensuche innerhalb der sechs Jahre im Ursulinenlabyrinth zurück, was auch bildlich an der Wand mit Wegweisern untermauert wurde.
Dass Abschiedsschmerz und große Freude über das Erreichte heute beieinanderliegen, betonte Bürgermeisterin Maria Stelzl. Sie nannte den Realschulabschluss einen Meilenstein, eine gute Grundlage für Ausbildung oder weiterführende Schule. Stellvertretender Landrat Franz-Xaver Stierstorfer blickte auf das gute Fundament, das beim Hausbau notwendig ist, und schlug damit die Brücke zum heutigen Abschluss, an dem die Schülerinnen ihr Schulfundament statisch sicher fertig haben. Nun komme der Alltag. Elternbeiratsvorsitzende Tanja Steger gratulierte und versicherte, dass auch die Eltern mitgeschwitzt und mitgelitten haben während der anstrengenden Prüfungszeit. Ab jetzt sei jede allein im Lebenslabyrinth unterwegs. Vom Förderverein sprach Karin Mittermeier-Ruppert, die als ehemalige Ursulinenschülerin den beruflichen Weg der Hebamme eingeschlagen hat und bereits einige der Absolventinnen ins Leben begleiten durfte. Zwischen allen Reden verschönerten musikalische Einlagen die Abschlussfeier. Da brillierte die Schulband Junto ebenso wie die Instrumentalgruppe STRUPF mit Solo-Einlagen der Absolventinnen Julia Haimerl und Paula Zajecev. Emmeram Strohmeier und Helga Wilberg zeichneten hauptverantwortlich für den musikalischen Part.
Sr. Ursula Wagner erklärte als Schulleiterin, dass man in ein Maislabyrinth meist frohen Mutes und neugierig hineingeht, man sich aber bald in den hohen Maisstangen verliert und der Gedanke „Holt mich hier raus" aufkommt. Und sie fragte, ob es in der Schule ähnlich war? Das Labyrinth sei ein Sinnbild des Lebens und für die Wanderung durch dieses Lebenslabyrinth hatte sie vier Symbole mitgebracht: einen Stab zum Stützen auf dem mühsamen Weg, aber auch als Zeichen der Sicherheit. Der Rucksack gibt Platz, um gut gerüstet zu sein, für Brotzeiten, aber auch für Sonne und Regen. Eingepackt sei der Wunsch für Hoffnung, Durchhaltevermögen und das Vertrauen, Gott zu finden. Die Wanderkarte sei auch in Zeiten von Navi und GPS wichtig.
Die Übergabe der Zeugnisse der mittleren Reife wurde mit Musik untermalt. Besonders freuen durften sich fünf junge Frauen mit einem Schnitt von 1,0 bis 1,5: Eva- Maria Schneider, Anna Sophia Huber, Violetta Krebs, Lena Maria Höcherl und Annalena Kerbl. Zusätzlich wurde Eva-Maria Schneider in Französisch ausgezeichnet. -ih-

 

Bild:

Mit Stolz freuten sich die Einser-Schülerinnen an der Ursulinenrealschule über die Geschenkübergabe zu den Noten und Preise mit (v.l.) Stiftungsvorsitzender Sr. Gabriele Heigl von der Ursulinenschulstiftung, Elternbeiratsvorsitzender Tanja Steger, Geschäftsführer der Schulstiftung Wolfgang Ernst, Fördervereinsvorsitzender Karin Mittermeier-Ruppert und stellvertretendem Landrat Franz-Xaver Stierstorfer. Weiter im Bild zu sehen sind (v.l.): Annalena Kerbl, Schulleiterin Sr. Ursula Wagner, Lena Maria Höcherl, Konrektor Wolfgang Zankl, Violetta Krebs, Anna Sophia Huber, Konrektor Johannes Geser und Eva-Maria Schneider

 

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