„Wenn ich groß bin, dann werde ich…“

Die Schülerinnen unserer 8. Klassen haben noch etwas Zeit diesen Satz zu vervollständigen, jedoch sind bei einigen bereits gewisse Wünsche und Tendenzen vorhanden. Die Entscheidung für einen Beruf ist richtungsweisend und sollte mit großer Sorgfalt getroffen werden. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die eigene Erfahrung. Aus diesem Grund werden an der Ursulinen Realschule zwei Praktika durchgeführt. Ein Praktikum findet während der Unterrichtszeit (die Klassen 8a, c in der Woche 20.02. – 24.02. 2017 und die Klassen 8b, d in der Woche 16.01. – 20.01.2017) statt. Um Einblick in ein zweites Berufsfeld zu bekommen, soll zudem ein weiteres einwöchiges Praktikum in den Ferien absolviert werden. So lernen die Schülerinnen verschiedene Berufsfelder kennen. Bereits die Bewerbung an den externen Praktikumsstellen führt zur Selbstständigkeit der Mädchen. Die während des Praktikums erbrachten Leistungen, erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen werden in einem Berichtsheft dokumentiert. Die Schülerinnen werden soweit möglich von den Lehrkräften besucht, um sich mit dem Betrieb und auch der Praktikantin über ihre Erfahrungen und Probleme auszutauschen. Die strahlenden Gesichter deuten oft darauf hin, dass die Wahl des Berufsfeldes richtig getroffen wurde und die „minimale" Gefahr besteht, dass die Mädchen am Montag nach dem Praktikum lieber wieder ihren Arbeitgeber als die Schule aufsuchen würden. Selbstverständlich hat jeder Beruf auch seine Schattenseiten. Diese zu erkennen gehört auch zum Erfahrungsgewinn. Viele Praktikumsbetriebe sind sehr von unseren Schülerinnen angetan und wünschen ihnen alles Gute für ihren Schul- und Berufsweg.

 

Text: Magdalena Wiedemann

 

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Jedes Jahr bereiten sich Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe in einer Projektwoche für zukünftige Berufe vor.

Seit Jahren pflegt die Ursulinen Realschule eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft, berufsbildenden Schulen, öffentlichem Dienst und Handwerk.
Spezielle Betriebserkundungen bei BMW Dingolfing, bei der Sparkasse und Volksbank, bei der Dolmetscherschule in Deggendorf oder bei der Hauswirtschaftsschule in Vilshofen ermögliche den Schülerinnen einen direkten Einblick in mögliche Arbeitsbereiche. Ein weiterer Tag bietet Informationen und Training bei AOK und Barmer mit Zertifikat. Erweitert wird dies mit einem Seminar zur Sozialversicherung an der Schule.
Vertieft wurden die Erkenntnisse aus dem vorbereitenden Deutsch- und Wirtschaftsunterricht durch Gespräche mit Arbeitgebern und Ausbildern sowie Personalchefs und Schulleitern der verschiedensten Branchen: z.B. Sr. Judith Reis von der Fachakademie für Sozialpädagogik, Raphaela Wild vom Klinikum Sankt Elisabeth, Barbara Koch  für die Arzthelferin, Waltraud Wenisch über den Beruf der Hotelfachfrau, Alois Kiefl für den Beruf des Physiotherapeuten von der Berufsfachschule für Physiotherapie aus Cham, Ilse Baumgartner von der Firma Bischof und Klein aus Konzell, Polizeihauptkommissar Franz Huff für den mittleren Polizeidienst, Cornelia Wunsch-Träxler vom Landratsamt Straubing-Bogen für den Beamten im Verwaltungsdienst, Oberstudiendirektor Werner Kiese für die Biologisch-technische Assistentin, Johann Simmel für den Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte und Steuerfachangestellte.
Vorbereitet sind die Mädchen im Unterricht, um an die Gesprächspartner gezielt Fragen stellen zu können. Außerdem bringen sie Bewerbungsunterlagen mit und stellen im Rollenspiel Einstellungsgespräche nach. Damit könnten sie genauere Vorstellung von diesen Berufen bekommen, ihre eigenen Stärken und Schwächen dafür erkennen und in Zukunft ihre Entscheidung zur Berufswahl gezielter treffen.