2025 07 29 Studienfahrt Lyon 25Am Sonntag, den 20. Juli, starteten die beiden Französischklassen 7c und 8d gemeinsam mit Frau Rennebach, Frau Bergmaier und Frau Schelter zu einer fünftägigen Studienfahrt nach Frankreich. Treffpunkt war um 22:00 Uhr, dann ging es mit dem Bus durch die Nacht in Richtung Süden – begleitet von Regen, aber auch von großer Vorfreude.

Erste Eindrücke in Lyon – Stadt zwischen zwei Flüssen

Nach einer rund 12-stündigen Fahrt erreichten wir am Montag um 10:30 Uhr Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs – und wurden zum Glück mit Sonnenschein empfangen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es direkt mit der Zahnradbahn auf den Fourvière-Hügel, der hoch über der Stadt thront. Zwei Stadtführerinnen begleiteten uns auf einer spannenden Tour durch Lyon: In der Krypta der Basilika erfuhren wir viel über die Geschichte der Kirche, bevor wir von der Aussichtsterrasse einen beeindruckenden Blick über die Stadt und ihre beiden Flüsse, Rhône und Saône, genießen konnten. Ein weiteres Highlight war das römische Amphitheater – ein Überbleibsel aus der Zeit, als Lyon die Hauptstadt Galliens war. Nach vielen Treppen erreichten wir die Altstadt mit ihren engen Gassen und Innenhöfen, die früher als geheime Durchgänge dienten. Die Klasse 8d probierte zudem die rote Mandelspezialität Lyons. 

Zum Abschluss des ersten Tages konnten die Schülerinnen in Vieux Lyon noch eine wenig durch die kleinen Boutiquen schlendern, bevor dieser lange Tag nach fast 20.000 Schritten beim gemeinsamen Abendessen mit herzhaften und süßen Flammkuchen ausklang. 

Romans-sur-Isère – Besuch der Partnerstadt 

Am Dienstag machten sich die beiden Klassen ausgeschlafen auf den Weg in Straubings französische Partnerstadt Romans-sur-Isère. Einen Zwischenstopp legten wir dabei in Hauterives ein – einem kleinen Ort mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit: dem „Palais Idéal du Facteur Cheval“. Dieses Bauwerk aus Steinen, Beton und Muscheln wurde von einem einzigen Mann über Jahrzehnte hinweg erschaffen („le travail d‘un seul homme“). 

In Romans-sur-Isère besuchten wir die traditionsreiche Bäckerei „Pascalis“, die seit 1892 existiert. Dort durfte auch die regionale Spezialität „le pogne“ probiert werden – ein duftendes Briochegebäck mit Orangenblütenaroma. Am Flussufer der Isère genossen die Schülerinnen ein Picknick mit ebendiesen Leckereien sowie Baguettes, Quiches und Croissants. 

Anschließend ging es ins Musée de la Chaussure, wo wir Schuhe aus allen Jahrhunderten bestaunen konnten – von antiken Sandalen bis zu signierten Fußballschuhen von Frankreichs Nationalheld Kylian Mbappé. Danach durften die Schülerinnen selbst in einem Outlet auf Schuhsuche gehen und später im französischen Supermarkt für das selbstgekochte Abendessen einkaufen. In der Hotelküche zauberten sich die Mädchen Burger, Nudeln und jede Menge frischen Salat.

Mittwoch in Grenoble – zwischen Bergen und Austern

Am Mittwoch besuchten wir Grenoble. Nach einem Besuch in einer charmanten Markthalle, in der sogar eine Schülerin mutig eine Auster probierte, stand ein Picknick im Jardin de Ville an. Dann ging es mit der futuristisch anmutenden Seilbahn auf die Bastille – ein Aussichtspunkt mit herrlichem Blick auf die Alpen. Über Serpentinen stiegen wir wieder hinunter in die Innenstadt zum Bummeln. Abends trafen sich die beiden Klassen chic gemacht im Hotel zu einem gemeinsamen Essen.

Letzter Tag in Lyon – Naturkunde, U-Bahn-Fahren und ein Abschied auf dem Wasser

Am Donnerstagmorgen besuchten die beiden Klassen nach einem letzten französischen Frühstück das futuristische Musée des Confluences, ein Naturkundemuseum, das vom Architekten der BMW-Welt in München entworfen wurde. Besonders beeindruckend war die Aussicht auf den Zusammenfluss von Rhône und Saône. Mit Tram und Metro ging es zurück in die Stadt. Dort hatten die Schülerinnen Zeit zur freien Verfügung, bevor unser letzter gemeinsamer Programmpunkt anstand: eine Bootsfahrt auf der Saône. Noch einmal zogen die Sehenswürdigkeiten Lyons an uns vorbei – ein gelungener Abschluss der Reise.

Um 19:00 Uhr hieß es dann „Au revoir“. Unser Bus wartete am Flussufer, und am Freitagmorgen kamen wir – zwar müde, aber voller neuer Eindrücke in die französische Sprache, Kultur, Landschaft und Kulinarik– wieder in Straubing an. 

Merci la France- und hoffentlich à la prochaine!

Text: Nicole Bergmaier, Patricia Rennebach, Tamara Schelter
Bilder: Nicole Bergmaier, Tamara Schelter

 

Ge 2025-07-29