1 Titelbild KZ DachauIm Rahmen des Unterrichts zum Thema Geschichte des Nationalsozialismus besuchten die 9. Klassen der Ursulinen Realschule in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien das ehemalige Konzentrationslager Dachau. Ziel dieses Besuchs war es, den Schülerinnen die Möglichkeit zu geben, sich mit einem der wichtigsten Mahnmale der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und das Bewusstsein für Menschenrechte, Toleranz und Demokratie zu stärken.

Das ehemalige Lager Dachau, das bereits 1933 eröffnet wurde, gilt als erstes Konzentrationslager in Deutschland und wurde später zu einem Symbol für die Gräueltaten des NS-Regimes. Während des Rundgangs erhielten die Schülerinnen Einblicke in die historischen Hintergründe, die Lebensbedingungen der Häftlinge sowie die Bedeutung des Ortes als Mahnmal gegen Gewalt und Intoleranz.

Während einer sachkundigen Führung wurden die Schülerinnen behutsam an das schwere Thema herangeführt. Es war eine Gelegenheit, nicht nur historische Fakten zu vermitteln, sondern auch über die Verantwortung jedes Einzelnen nachzudenken, um solche Gräueltaten in Zukunft zu verhindern.

In diesem Zusammenhang ist es der Ursulinen Realschule besonders wichtig, ein antirassistisches Bewusstsein zu fördern. Im Rahmen des Schulprogramms „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird sich aktiv dafür eingesetzt, Diskriminierung und Rassismus entgegenzuwirken. Der Besuch in Dachau erinnert vor allem daran, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und für eine offene, respektvolle Gesellschaft einzustehen. Nur durch Bildung und gegenseitiges Verständnis kann verhindert werden, dass sich solche dunklen Kapitel unserer Geschichte wiederholen.

Die Schülerinnen zeigten großes Interesse und Respekt während des gesamten Tages. Der Ausflug nach Dachau war für viele ein emotional bewegendes Erlebnis, das gerade dieses Verständnis für die dunkle Vergangenheit vertiefte und den Blick auf eine gerechtere Zukunft schärfte.

Mit diesem Besuch setzt insbesondere die Realschule ein Zeichen: Das Gedenken an die Opfer darf nie vergessen werden. Es liegt der gesamten Schulfamilie daran – gerade auch im Rahmen unseres Engagements für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft –, aus der Geschichte zu lernen und aktiv für Toleranz und Menschlichkeit einzutreten.

Text und Bilder: Tom Harbort

 

 

Ge 2025-07-29