Kurz vor den Osterferien versammelten sich alle Klassen der Ursulinen Realschule – zeitlich versetzt über den gesamten Vormittag – in der Aula zu einem gemeinsamen Schulgottesdienst. Geleitet wurde die Feier von Schulseelsorger und geistlichem Begleiter Pater Philipp (katholisch) sowie Pfarrer Theiß (evangelisch). Gemeinsam gestalteten sie einen ökumenischen Gottesdienst, der ganz im Zeichen des diesjährigen Jugendkreuzwegs stand.
Unter dem Leitgedanken „Dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen“ wurden die Schülerinnen und Schüler eingeladen, den Blick auf ihren Alltag zu verändern. Oft scheint alles völlig normal. Der Tag läuft, man lacht, redet und scrollt sich durch das Leben. Doch wer innehält und genauer hinschaut, merkt schnell: „Hinter vielen Situationen steckt mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist“, so der geistliche Begleiter.
Ein genervter Blick im Klassenzimmer ist vielleicht nicht nur schlechte Laune – sondern Ausdruck von Sorgen, die niemand sieht. Genau hier setzte der Gottesdienst an: Pater Philipp ermutigte dazu, nicht an der Oberfläche stehen zu bleiben, sondern genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und Mitgefühl zu entwickeln.
Der Ökumenische Jugendkreuzweg 2026 greift diese Gedanken nicht nur auf, sondern lädt dazu ein, Perspektiven zu wechseln. „Tiefer sehen“ bedeutet, hinter Masken zu schauen und das Verborgene wahrzunehmen. „Weiter gehen“ heißt, sich berühren zu lassen und nicht gleichgültig weiterzumachen, sondern gestärkt und verändert den eigenen Weg fortzusetzen.
Im Gottesdienst wurde deutlich: Niemand muss diesen Weg allein gehen. Die Botschaft des Glaubens erinnert daran, dass Jesus die Menschen begleitet – besonders auf schwierigen Lebenswegen, an Wendepunkten und selbst in Momenten, die wie ausweglose Sackgassen erscheinen.
Ein besonderer Dank gilt allen, die den Gottesdienst vorbereitet und gestaltet haben. Durch ihr Engagement wurde es möglich, den Jugendlichen Raum zu geben, innezuhalten, neue Perspektiven zu gewinnen und sich ihrer eigenen Stärke und ihres Glaubens zu vergewissern.
So wurde der Schulgottesdienst zu einem wertvollen Moment im Schuljahr – als Einladung, im Alltag genauer hinzusehen und mit offenem Herzen weiterzugehen.
Text und Bilder: Tom Harbort
2026-03-24 Bre





















