Prag 9Andere Kulturen kennenlernen, sich in einer Großstadt zurechtfinden, in englischer Sprache mit den Menschen kommunizieren, Freundschaft mit unseren europäischen Nachbarn schließen.In den vier Tagen in Prag, in der Hauptstadt der Tschechischen Republik, sammeln unsere Schülerinnen in dieser Hinsicht viele Erfahrungen. Unser Reiseleiter vor Ort, Hr. Zdenek Klima, stellt immer ein buntes Programm an geschichtlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten zusammen. Gerade die Zeit des Kommunismus prägte Tschechien sehr und Hr. Klima hat viele schmerzliche Erfahrungen mit dieser Regierungsform gemacht. Erzählt er aus seiner Kindheit und seinem Leben, von den Einschränkungen, die es gegeben hat und von dem unbeschreiblichen Glücksgefühl, als er zum ersten Mal im Westen war, wird es still bei den Schülerinnen.

 

Selbstverständlich gibt es aber auch viele Programmpunkte, bei denen der Spaß und die Freude im Vordergrund stehen und die den Mädchen ein Bild Prags vermitteln, das dem Namen „Goldene Stadt“ sehr wohl gerecht wird.
Nach der Ankunft mit dem Bus am Prager Bahnhof und dem Check-in im Hotel, erkunden die Mädchen zusammen mit den begleitenden Lehrkräften die nahe Altstadt Prags. Erste Eindrücke von den herrlichen Gebäuden, von den mit Gaslaternen beleuchteten Gassen und den vielen Touristen aus aller Welt verdeutlichen den Urschln, warum Prag auch die „Goldene Stadt“ genannt wird.Nach dem Frühstück am nächsten Tag entführt uns Hr. Klima in die Welt der Künstler, der Literatur und der Architektur: Wenzelsplatz, Jugendstilpassage mit Wenzel auf dem umgedrehten Pferd, Kafka- Kopf ... Die Straßenbahn bring uns dann zur Prager Burg mit seinen herrlichen Bauten aus allen bedeutsamen Epochen der Architektur. Nach einem Besuch im St. Veitsdom und im Aussichtsgarten, der einen herrlichen Rundblick über die Stadt Prag bietet, spazieren die Mädchen durch den Wallensteingarten zurück in die Altstadt.Im Hotel heißt es dann „Was ziehe ich an?“, denn am Abend steht noch das Hard Rock Cafe auf dem Programm, das mit einem Auswahlmenü aus fünf Hauptgerichten, Eis und Getränken lockt.

Prag 4Am nächsten Morgen geht es über den Königsweg und den Altstädter Ring zur berühmten Karlsbrücke. Unter dem ersten Brückenbogen warten schon die Boote des „River Cruise“ auf uns, die uns Prag von der Moldau aus präsentieren. Die Audioguides erzählen viel aus der frühen und jüngsten Geschichte der Stadt und wissen die eine oder andere humorvolle „Story“ aus dem Leben Prager Berühmtheiten.Er war zwar keine Prager Bürger, aber eine Berühmtheit war er sicherlich: John Lennon. Anlässlich der Ermordung des „Beatles“ gestalteten Fans ein Mauer mit Graffiti und Straßenmusiker geben dort Beatles Songs zum Besten. Ganz still ist es dagegen in der Maria Viktoria Kirche, der Heimat des Prager Jesuleins, vor dem Papst Benedikt schon gebetet hat.Hunger?  Sicher nach so vielen Eindrücken und Erlebnissen!Dann nichts wie hin zur Talstation der Standseilbahn, die uns zum Aussichtsrestaurant am Petrin-Hügel bringt. Dort erwartet die Mädchen nämlich ein fantastisches Menü. „Ano, gibt es Kirbissuppe, Hähnchenbrüste mit Parmaschinken und Sahnekartoffeln, Pistazieneis mit Orangenkaramel und Getränke am Tisch.“, macht Hr. Klima den Urscheln immer den Mund wässrig.

Auch der dritte Tag beginnt gleich mit einem Highlight: bei einer Führung durch das Chocomuseum, das auch viele Berühmtheiten der Weltgeschichte, Tschechiens und der Stadt Prag als Wachsfiguren beherbergt, lernen die Mädchen alles über den Kakao – von der Kakao-Pflanze, über die Bohne, die Ernte bis zur Verarbeitung zu köstlichen Pralinen. Selbstverständlich darf man auch bei der Herstellung solcher Köstlichkeiten zusehen und diese auch probieren. In festlicher Kleidung treffen sich die Mädchen dann am späten Nachmittag wieder an der Hotelrezeption. Direkt vor dem Hotel wartet schon die „Historische Straßenbahn“, die uns zum Abendessen ins „Gemeindehaus“ – ein recht untertreibender Name für den wohl berühmtesten Prachtbau Prags am Platz der Republik – chauffiert. Dort kredenzt uns der Küchenchef Prager Schinken als Vorspeise zum Tschechischen Hochzeitsmenü: Lendenbraten mit Rahmsauce und Serviettenknödeln. Als Nachtisch gibt es Liwanzen Preiselbeeren und Schlagsahne.Das Bimmeln der historischen Straßenbahn erinnert uns dann daran, dass noch ein weiteres Highlight wartet. Vom Platz der Republik aus geht es zum Kloster Klementinum, wo die bekannte Opernsängerin Rene Nachtigalová zu einer „Kleinen Nacht mit Mozart“ einlädt. Zu den bekanntesten Mozartarien erzählt die Künstlerin in der Spiegelkapelle lustige und humorvolle Geschichten aus dem Leben des Wolfgang Amadeus Mozarts, der in Prag seine Oper „Don Giovanni“ uraufgeführt hat.

Und dann … dann ist die Zeit in der „Golden Stadt“ fast schon wieder um. Nach dem Frühstück am vierten Tag bleibt gerade mal noch etwas Zeit für einen kleinen Stadtbummel, noch mal hin zu den schönen Gassen und Plätzen der Prager Altstadt, ehe uns gegen Mittag der Bus wieder beim Bahnhof abholt und nach Straubing zurück bringt … im Gepäck viele Erlebnisse, Geschichten und Eindrücke, die für immer bleiben ... und die Erinnerung an ein tschechischer Freund namens Hr. Klima.